Verstärken Sie unser Team als Office Manager (m/w/d) bei der Cotton made in Africa Initiative in Hamburg - zunächst befristet für 2 Jahre

Die Aid by Trade Foundation bringt in der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) unterschiedliche Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs zusammen und baut im Sinne eines „social business“ eine Nachfrageallianz zur Abnahme der nachhaltig produzierten CmiA-Baumwolle auf. Mit „Entwicklungszusammenarbeit durch Handel“ trägt die Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Baumwollbauern und ihren Familien in Afrika und zum Umweltschutz bei.  Über die ATAKORA Fördergesellschaft GmbH wird die weltweite Vermarktung der Markenrechte der Aid by Trade Foundation durchgeführt in deren Rahmen Lizenz- und Partnerschaftsverträge mit den verschiedenen Akteuren in der textilen Wertschöpfungskette geschlossen werden.
 
Was Sie erwartet:

  • Sie arbeiten in einem kleinen motivierten Team mit internationaler Ausrichtung. Dabei unterstützen Sie die Geschäftsführerin in allen administrativen Belangen und organisieren die Mitglieder des Teams.
  • Administrative Aufgaben sind z.B. Termin- und Reisekoordination, Reiseabrechnung, Vorbereitung von Meetings, Materialverwaltung, Gästemanagement, Post sowie operativ-verwaltende Tätigkeiten die Büroimmobilie betreffend.
  • Entgegennahme und Bearbeitung von telefonischen und schriftlichen Anfragen.
  • Organisation von internationalen und nationalen Veranstaltungen.
  • Entgegennahme und Bearbeitung von telefonischen und schriftlichen Anfragen.
  • Gremienarbeit und Kontaktpflege zu den Beiräten und Kuratoren der Stiftung sowie zu relevanten Behörden.
  • Recherchen und selbständige Bearbeitung eigener Projekte.


Was Sie mitbringen sollten:

  • Eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung mit Erfahrung in der Team- / Projektassistenz und Erfahrungen im Bereich Office Management, Team Assistenz. 
  • Die Fähigkeit, Aufgaben eigenständig zu bearbeiten, sich und das Team sehr gut zu organisieren.
  • Sie zeigen Einsatz und behalten auch in hektischen Phasen stets den Überblick. Flexibilität im Denken und eine echte Hands-on-Mentalität gehören zu Ihren Stärken.
  • Sie haben einen Blick für Details, arbeiten genau und behalten Deadlines im Auge.
  • Sie überzeugen durch Organisationstalent, Verantwortungsbewusstsein, Eigenmotivation.
  • Sie verfügen über sehr gute kommunikative Fähigkeiten, können sich schriftlich gut ausdrücken.
  • Sehr gute Kenntnisse in MS Office bringen Sie ebenso mit wie sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
  • Teamfähigkeit, Flexibilität und Kommunikationsstärke zur vernetzten Arbeit in einem kollegialen und hochmotivierten Umfeld zeichnen Sie aus.

Die Stelle hat einen Umfang von 39 Stunden/Woche. Einsatzort ist Hamburg.

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (gerne per Email) mit Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Starttermin.


Für Rückfragen / Bewerbungen:
Sabine Kleinewiese, Aid by Trade Foundation
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 040 / 2576 755 - 41

Verstärken Sie unser Team im Bereich Foto- und Videodatenbank/Archiv bei Cotton made in Africa in Hamburg als Werkstudent (m/w/d)

ÜBER UNS

Die im Jahr 2005 von Dr. Michael Otto gegründete Aid by Trade Foundation bringt in der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) unterschiedliche Partner aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und NGOs zusammen und baut im Sinne eines „social business“ eine Nachfrageallianz zur Abnahme der nachhaltig produzierten CmiA-Baumwolle auf. Mit „Entwicklungszusammenarbeit durch Handel“ trägt die Initiative zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Baumwollbauern und ihren Familien in Afrika und zum Umweltschutz bei. Viele Textilunternehmen nutzen Cotton made in Africa für ihre Kollektionen. Über die ATAKORA Fördergesellschaft GmbH wird die weltweite Vermarktung der Markenrechte an Cotton made in Africa durchgeführt, in deren Rahmen Lizenz- und Partnerschaftsverträge mit den verschiedenen Akteuren in der textilen Wertschöpfungskette geschlossen werden.

WAS SIE ERWARTET:

Als Werkstudent (m/w/d) im Bereich Foto- und Videodatenbank/Archiv bei Cotton made in Africa 

  • arbeiten Sie in einem kleinen motivierten Team mit internationaler Ausrichtung
  • übernehmen Sie Projektverantwortung für den Launch unseres digitalen Medienarchivs
  • erstellen, organisieren und pflegen Sie eigenständig unser digitales Medienarchiv
  • überprüfen Sie Bild- sowie Videoqualität
  • legen Sie sinnhafte Schlagwortsammlungen (auf Englisch) für das Medienarchiv an
  • katalogisieren Sie die entsprechenden Bilder, Videos oder Dokumente entsprechend der Schlagwortsammlungen

WAS SIE MITBRINGEN SOLLTEN:

  • Sie studieren Archiv- bzw. Bibliothekswissenschaften oder Informations- und Datenmanagement
  • Sie haben bereits erste einschlägige Erfahrungen im Bereich Archivwesen, Bildredaktion oder Datenbankpflege gesammelt
  • Sie haben bereits Erfahrungen im Umgang mit Bildverwaltungsprogrammen wie Pixx.io, Adobe Bridge, ImagePlant oder ähnliches sammeln können
  • Sie verfügen über ein gutes Gespür für Branding und Kommunikation
  • Sie sind zuverlässig und arbeiten gerne strukturiert, genau und selbstständig
  • Teamfähigkeit, Flexibilität sowie gutes organisatorisches Geschick in einem kollegialen und hochmotivierten Umfeld zeichnen Sie aus
  • Sie überzeugen durch Verantwortungsbewusstsein und Eigenmotivation
  • Sie verfügen über gute Englischkenntnisse

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung (gerne per Email) und dem frühestmöglichen Starttermin.

Für Rückfragen / Bewerbungen:
Christina Ben Bella, Aid by Trade Foundation
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel. 040 / 2576 755-21

Symbol für Licht und Freiheit

Boaz Ogola über höhere Ernten, Mädchenschlafsäle und das Gefühl, eine ganz besondere Fackel zu tragen

Herr Ogola, welche Rolle spielen Sie bei der Baumwollgesellschaft Alliance Tanzania?

Ich bin für das Management des täglichen Geschäftsbetriebs verantwortlich, vertrete das Unternehmen aber auch in allen Regierungsangelegenheiten und natürlich solchen, die sich auf die Dorfgemeinschaften beziehen. Und ich koordiniere, beaufsichtige und leite die Umsetzung aller Projekte, die im Rahmen von CmiA durchgeführt werden.

Alliance Tanzania arbeitet seit 2014 mit CmiA zusammen, das erste Zertifikat wurde 2015 ausgestellt. Wie hat sich Ihr Betrieb seither entwickelt?

Beachtlich. Aufgrund unserer Bemühungen zur Förderung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen – einschließlich der Gleichstellung der Geschlechter – sind unsere Mitarbeiter hoch motiviert. Das führt zu besseren Ernten, hoher Produktivität und einer engen Beziehung zu den Menschen, die im Umfeld unserer Fabrik arbeiten, insbesondere zu den Kleinbauern, die von den Community Projekten profitieren. Durch unser Engagement im Vertragsanbau haben sich unsere Baumwolllieferungen erhöht, die Baumwollqualität hat sich durch Schulungen der Landwirte ungemein verbessert.

Alliance Tanzania setzt sich auch dafür ein, die Lebensgrundlagen der Baumwollanbaugemeinschaften zu verbessern. Können Sie einen Überblick über die Projekte geben?

Gemeinsam mit CmiA konnten wir verschiedene Gemeinschaftsprojekte realisieren. Im Gesundheitszentrum in Kasoli gelang es, das alte Gebäude zu renovieren und eine Entbindungsstation einzurichten, um die Sterblichkeitsraten von werdenden Müttern und Säuglingen zu senken. Wir installierten außerdem Bohrlöcher an verschiedenen Orten und bauten Wassersammelsysteme in Schulen, Gesundheitszentren und Gemüsegärten, um die Ernährungssituation der Gemeinde zu verbessern. Um die unzureichende Schulinfrastruktur zu verbessern, haben wir zudem zwölf moderne Klassenzimmer, 30 Latrinen und ein Mädchenschlafsaal in der Mwamlapa Secondary School errichtet.

Gibt es aus Ihrem Engagement für die Dorfgemeinschaften etwas, was herausragt?

Unsere Bemühungen für die Region Simiyu haben enorme Aufmerksamkeit bekommen. Während der offiziellen Übergabe des Klassenzimmer- und des ‚Busese‘ Wasserprojekts erhielten wir die ‚Uhuru Torch‘. Diese Fackel steht für Freiheit und Licht und wird jedes Jahr auf einer anderen Route durchs Land getragen. Da sie ein nationales Symbol ist, war es eine große Ehre für mich, sie zu halten.

Haben Sie schon Pläne für 2019, um einen ähnlichen Erfolg zu erzielen?

Was wirklich zählt, ist, dass es den Menschen besser geht – die Gemeinschaft braucht noch viel Unterstützung, ob bei der Gesundheit, der Bildung oder der Wasser- und Sanitärversorgung. 2019 werden wir uns stark auf den Bildungsbereich konzentrieren. Neben neuen Unterrichtsgebäuden für Grund- und weiterführende Schulen sowie dem Ausbau des Mädchenwohnheims mit Küche und Speisesaal werden wir auch mit dem Bau eines Zentrums zur Berufsbildung in Kasoli beginnen, also dem Gebiet, in dem viele unser Vertragsfarmer leben.

Was sind aus Ihrer Sicht die drei entscheidenden Aufgaben, um die Baumwollbranche in Tansania zukunftsfähig zu machen?

Zuerst würde ich das Konzept des Vertragsanbaus auf ein größeres Gebiet ausdehnen, um die Kleinbauern mit dem notwendigen Wissen auszustatten und so wiederum ihre Produktivität zu steigern. Außerdem würde ich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung im Bereich nachhaltiger Baumwollproduktion sorgen. Diese beinhaltet gute landwirtschaftliche Praxis, konservierende Bodenbearbeitung oder Integrierte Produktion und Schädlingsbekämpfung (IPPM). Nicht zuletzt ist aber auch die weitere Unterstützung der ländlichen Gemeinschaften nötig, indem man dazu beiträgt, dass die Dorfbewohner gesund und fröhlich sind.

„Wir brauchen einen Schulterschluss“

Torsten Stau über Mitarbeiterkleidung, Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und CmiA im Massenmarkt

Herr Stau, Sie sind bei der REWE Group für viele Bereiche zuständig. Was machen Sie genau?

Ich verantworte in der REWE Group die Bereiche Einkauf und Category Management Non Food, Investitions- und Verbrauchsgüter sowie PENNY Online. Darüber hinaus bin ich Geschäftsführer der HLS GmbH, das steht für Handel-und Lager-Service. Und schließlich Non Executive Director der REWE Far East Ltd., die Beschaffungsorganisation der REWE Group, die für die REWE Group Güter vom asiatischen Markt beschafft.

Die REWE Group ist langjähriger Partner von CmiA. Sie hat dabei ihre Nachfrage an CmiA-Baumwolle  kontinuierlich erhöht. Wie lassen sich Wirtschaft und Nachhaltigkeit kombinieren?

Zum Start der Zusammenarbeit vor zehn Jahren betrug unser Anteil an nachhaltigerer Baumwolle 15 Prozent. Heute über 70 Prozent. Mit dem Ziel, bis 2025 auf 100 Prozent für alle textilen Eigenmarkenprodukte umzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf den Rohstoff Cotton made in Africa, der sowohl ökologische als auch soziale Verbesserungen am Beginn der Lieferkette bewirkt und so dazu beiträgt, dass wir unserer Verantwortung in der Wertschöpfungskette gerecht werden. Andererseits haben wir es mittlerweile geschafft, dass CmiA im preislichen Wettbewerb zu konventioneller Baumwolle bestehen kann.

Welches Feedback auf CmiA erhalten Sie von Mitarbeitern, Kunden und Medien?

Wir haben 2016 begonnen, unsere Mitarbeiterbekleidung auf CmiA umzustellen. Bis 2020 wird dies innerhalb Deutschlands vollumfänglich der Fall sein. Darüber hinaus unterrichten wir unsere Mitarbeiter mit Aktivitäten regelmäßig über CmiA. Nach außen informieren wir in unterschiedlichen Formaten und Anlässen über diese erfolgreiche Zusammenarbeit. Das Feedback intern wie extern ist durchweg positiv.

Sie verfügen über jahrelange Erfahrungen in der internationalen Textilbranche. Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Themas Nachhaltigkeit?

Die Nachfrage nach nachhaltigerer Baumwolle hat sich von der Nische in den Massenmarkt entwickelt. Auch CmiA hat hierbei seinen Anteil. Inhaltlich kam auch viel dazu: Waren es in den 1990er Jahren fast ausschließlich soziale Fragen, die uns beschäftigten, sind es heute zunehmend auch ökologische Themen, die es zu lösen gilt.

Haben Sie dafür ein Beispiel?

Viele. Sehr plakativ war ein weiteres Zeichen gegen Einwegplastik, als die REWE Group ab Frühjahr 2019 als erster Einzelhändler in Deutschland flächendeckend auf den Verkauf extrem kurzlebiger Plastikhalme verzichtete. Wir steigen zudem immer tiefer in die Supply Chain ein. Gutes Beispiel hierfür sind unsere Aktivitäten im Rahmen der Detox-Kampagne, mit der wir schädliche Chemikalien aus tieferen Stufen der Textilproduktion eliminieren und so zum Schutz der Ressource Wasser beitragen möchten. Außerdem sind viele Branchen- und Multistakeholder-Initiativen wie etwa das Bündnis für nachhaltige Textilien entstanden. Gemeinsames Engagement ist oft effektiver und effizienter als Einzelaktivitäten. Auch tragen wir dem steigenden Wunsch nach Transparenz Rechnung.

Begegnen Sie auch Herausforderungen bei der Implementierung von CmiA?

Sicher. Maßgeblich in Ländern, die selbst starke Produzenten von Baumwolle sind. Dort ist die Frage des Preises deutlich schwieriger umzusetzen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Wie soll die zukünftige Textilbranche aussehen?

Wir brauchen noch mehr Branchenlösungen und einen Schulterschluss der Marktteilnehmer bei der Umsetzung sozialer und ökologischer Anforderungen innerhalb der Wertschöpfungskette. Das gilt vertikal in der Lieferkette für Lieferanten und Produktionsstätten wie auch horizontal für die Zusammenarbeit von Unternehmen. Hierzu benötigen wir zunächst mehr Transparenz in den Wertschöpfungsketten. Um Rahmenbedingungen zu ändern, müssen Unternehmen außerdem mit der Zivilgesellschaft, mit Regierungen und Standardorganisationen zusammenarbeiten.

Zum Wohle der Produzentinnen

Josia Coulibaly über Nachhaltigkeit im Baumwollanbau, Frauen in Afrika und ihr Durchsetzungsvermögen im Dorf

Frau Coulibaly, Sie sind Beauftragte für Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit bei SECO,  einem Unternehmen der Olam Group und Händler für landwirtschaftliche Güter. Was ist Ihre Hauptaufgabe?

Zusammen mit meinem Fachbereich arbeite ich Programme und Aktivitäten zum Nutzen unserer Partner aus und setze sie um. Dabei liegt der Fokus darauf, lebendige Landschaften zu schaffen, in denen wohlhabende Bauern und Dorfgemeinschaften in Harmonie mit gesunden Ökosystemen leben.

Ein Aspekt der Arbeit im Einklang mit dem CmiA-Standard besteht darin, die Kleinbäuerinnen zu stärken. Wie sind die Baumwollbäuerinnen organisiert?

Wir arbeiten mit registrierten Einzelproduzentinnen sowie organisierten Frauengruppen zusammen, die unter dem Namen ihrer Präsidentin eingetragen sind. Zusätzlich zu ihren Feldern, auf denen sie Getreide, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln anbauen, steht ihnen ein gemeinsames Grundstück zur Verfügung, auf dem sie an ein bis zwei Tagen pro Woche arbeiten – und dort oft erstmals ihr eigenes Geld verdienen. Einnahmen werden kollektiv für die Gemeinschaft ausgegeben, beispielsweise für die Reparatur von Wasserpumpen und soziale Maßnahmen.

Haben Sie Maßnahmen initiiert, die gezielt Frauen im Baumwollanbau unterstützen sollen?

Ja, ausgesuchte Frauengruppen werden von uns mit Unterstützung externer Partner in Gruppenorganisation, Unternehmertum und der Gründung von so genannten „Village Savings and Loan Associations“ (VSLAs) ausgebildet. Diese Initiativen werden zwar zum Wohle der Baumwollproduzentinnen durchgeführt, stehen aber auch anderen Frauen in den Dörfern offen. Im Jahr 2018 nahmen 543 Frauen an diesen Maßnahmen teil. Zum Saisonende gab es eine Feier, bei der diese offiziell anerkannt und belohnt wurden, um andere Frauen zu ermutigen, dasselbe zu tun. Inzwischen sind unsere Maßnahmen zur Frauenförderung sogar bis zur internationalenPresse wie „The Telegraph“ vorgedrungen.

Erhalten Sie unterschiedliches Feedback von Männern und Frauen?

Einige Produzentinnen berichten von deutlichen Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen. Sie beteiligen sich auch finanziell an Gemeinschaftsprojekten, werden bei Treffen zu Entscheidungen stärker einbezogen. Es ist schon eine große Herausforderung, Tätigkeiten durchzuführen, die kulturell als unerwünscht gelten, zum Beispiel der Zugang zu Land. Das ist schon schwierig.

Wie haben Sie es geschafft, in den Dörfern als Frau akzeptiert zu werden?

Meine erste Erfahrung habe ich im Dorf Yedandiekaha gemacht. Ich war für eine kaputte Wasserpumpe da. Die Leute waren erstaunt, eine so junge Dame zu sehen und fragten sich, was sie hier macht. Aber als ich dann immer wieder zurückgekommen bin, haben die Dorfbewohner gelernt, dass meine Besuche immer mit einer sozialen Initiative oder einem Projekt für sie verbunden sind.

Und wie arbeitet SECO an der Chancengleichheit von Frauen und Männern im eigenen Unternehmen?

Olam International verfügt über eine Nichtdiskriminierungs-Charta, welche die Gleichstellung aller Menschen ohne Diskriminierung fördert. Es wurde auch ein internes Mentoring-System eingerichtet, das Frauen schult, mehr berufliche Verantwortung zu übernehmen.

Baumwolle als Naturfaser ist einer der wichtigsten Rohstoffe in der textilen Wertschöpfungskette. Mit rund 30 Millionen Tonnen, die für 2030 prognostiziert werden, liegt es laut FAO nach Polyester an zweiter Stelle des Gesamtfaserbedarfs. Afrikanische Baumwolle wird fast ausschließlich von Kleinbauern produziert. Sie dient ihnen als so genannte Cash-Crop. Dies bedeutet, dass viele Kleinbauern mit dem Einkommen aus Baumwolle ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder finanzieren. Aber das Baumwollgeschäft ist hart. Kleinbauern im ländlichen Afrika müssen sich mit anstrengender körperlicher Arbeit, geringem Zugang zu Bildung und internationalem Handel sowie den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen. Darüber hinaus sind afrikanische Bauern in der Öffentlichkeit kaum präsent.

Zwei von einer Million Bauern, mit denen Cotton made in Africa (CmiA) zusammenarbeitet, sind Sabina und Paul - ein Paar aus Tansania. Sabina und Paul bauen auf ihrem kleinen Feld gemeinsam Baumwolle an. Beide hatten damals nur die Möglichkeit die Grundschule zu beenden. Was ihnen heute bei ihrer täglichen Arbeit sehr hilft, sind die landwirtschaftlichen Schulungen, die CmiA den Kleinbauern in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Baumwollgesellschaft Alliance anbietet. Dabei lernen sie neue und nachhaltige Anbaumethoden sowie -techniken kennen, die ihnen helfen, ihre Erträge und ihr Einkommen zu verbessern und zu steigern. Die Schulungen werden von einem landwirtschaftlichen Berater geleitet, der eine kleine Gruppe von Kleinbauern regelmäßig zu verschiedenen Aspekten des Baumwollanbaus und darüber hinaus schult. Während ihres Trainings erfuhren Sabina und Paul auch von den Bio-Pestiziden: „Zu Beginn haben wir uns gefragt, ob [biologische Pestizide] wirklich funktionieren. Aber jetzt sind wir sehr zufrieden damit“, sagten sie und fügten erfreut hinzu: „Wir konnten mit Hilfe der Bio-Pestizide unsere Baumwolle besser vor Schädlingen schützen und so am Ende der Saison mehr Baumwolle ernten als im Jahr zuvor.“ Auf die Frage was sie sich für ihren Sohn Johann wünschen sagten sie: "Wir möchten, dass unsere Kinder die Chance bekommen mehr zu lernen, als wir es konnten. Unser Wunsch für unseren Sohn Johann wäre es, einmal Lehrer zu werden. “

Jedes Textil mit dem Cotton made in Africa Label trägt dazu bei die Umwelt zu schützen und die Menschen in den Anbaugebieten der Baumwolle zu unterstützen. Konsumenten können die Textilien an dem Cotton made in Africa Label wiedererkennen. Im Jahr 2018 erzielte CmiA ein explosionsartiges Wachstum in der Nachfrage als auch in der Produktion. Die Nachfrage von CmiA-Baumwolle stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 14 Prozent. 46 Unternehmen und Modemarke produzierten rund 103 Millionen CmiA-gekennzeichnete Textilien. Rund 100 Textilhersteller in 19 Textilproduktionsmärkten weltweit - davon sieben in Afrika - arbeiten mit CmiA-zertifizierter Baumwolle aus Afrika. Insgesamt 580.000 Tonnen entkörnte Baumwolle wurden 2018 nach dem Standard Cotton made in Africa zertifiziert.

Kontakt

Aid by Trade Foundation

Cotton made in Africa
Gurlittstraße 14
20099 Hamburg
Deutschland

info@abt-foundation.org

Tel.: +49 (0)40 - 2576 - 755 - 0

Fax: +49 (0)40  - 2576 755 - 11

CmiA Repräsentanz Asien | Bangladesch

Mahbub Khan

H#11, R#113/A, Gulshan-2
1212 Dhaka
Bangladesch
Mobil: +88 (0)171 - 312 - 2417
Mail: mahbub.khan@abt-foundation.net

CmiA Koordinator Qualitätssicherung für Zentral- und Westafrika

Younoussa Imorou Ali
younoussa.imorouali@abt-foundation.net
Mob: +229 97 29 34 96 / 94 15 67 67
Skype : yimorouali

Newsletter

Anrede

 
 
Sie können Ihre Meinung jederzeit ändern, indem Sie auf den Abbestellungs-Link klicken, den Sie in der Fußzeile jeder E-Mail, die Sie von uns erhalten, finden können, oder indem Sie uns unter info@abt-foundation.org kontaktieren. Wir werden Ihre Informationen mit Sorgfalt und Respekt behandeln. Weitere Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken finden Sie auf unserer Website. Indem Sie unten klicken, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihre Informationen in Übereinstimmung mit diesen Bedingungen verarbeiten dürfen.

Hier lesen Sie mehr zu unseren Datenschutzbestimmungen

Bleiben Sie mit uns in Kontakt