Um auf die Welt hinter unseren Textilien aufmerksam zu machen und die Geschichten der Farmer, die das Rohmaterial für unsere Kleidung herstellen, mit einer breiten Zuhörerschaft von Konsumenten zu teilen hat Cotton made in Africa die #BathrobeChallenge gestartet. Die spaßige Social Media Kampagne entstand um den Bademantel als starkes Symbol für Farmer wie Juliet Kabugho.


Juliet und ihr Mann sind stolze Baumwollbauern und Eltern von fünf Kindern – zwei große Aufgaben für die beiden. Durch landwirtschaftliche, gesellschaftliche und betriebswirtschaftliche Schulungen haben sie einiges über nachhaltigen und effizienten Baumwollanbau gelernt. Dies ermöglicht ihnen, ihre Lebensbedingungen selbst zu verbessern. Seit ihrer Teilnahme an den Farmer Trainings haben sie gelernt, an einem Strang zu ziehen: „Als ich dem Farmer Training Programm beitrat hat sich mein Leben verändert“, erzählt Juliet. Sie erklärt: „Durch die Gender Trainings haben mein Mann und ich gelernt, wie wichtig es ist, unsere Landwirtschaft gemeinsam anzugehen – einer der Gründe weshalb sich unsere Ernteerträge verbessert haben. Und mein Mann hilft mir jetzt auch mit dem Haushalt, und holt zum Beispiel Wasser und Holz.“ In den Trainings hat Juliet auch viel über nachhaltige Anbaumethoden und betriebswirtschaftliche Grundlagen gelernt. Dies hat es ihr erleichtert, ihr Feld effizient zu bewirtschaften, ihre Erträge zu steigern und entsprechend zu planen und zu budgetieren. „Wir können uns die Schulgebühren jetzt leisten, also gehen meine Kinder jetzt alle zur Schule“, berichtet sie stolz. „Und wir haben auch gelernt, warum Cotton made in Africa keine Kinderarbeit erlaubt und weshalb es so wichtig ist, unsere Kinder zur Schule zu schicken.“


Farmer wie Juliet unterstützen? Ganz einfach – im Bademantel bei der #Bathrobechallenge mitmachen und Aufmerksamkeit dafür schaffen, was wir durch die Wahl von Produkten mit dem Cotton made in Africa Label bewirken können. Mehr auf www.bathrobechallenge.com

Eine der Hauptaufgaben von Cotton made in Africa ist die Förderung und Unterstützung von Baumwollbäuerinnen im ländlichen Afrika. 17% aller Farmer, die am CmiA Programm teilnehmen, sind Frauen. Biira Lawuniyeda ist eine von ihnen. Als Kleinbäuerin aus West-Uganda arbeitet sie mit CmiA zusammen, baut nachhaltige CmiA Baumwolle an und erhält Schulungen in betriebs- und landwirtschaftlichen Praktiken. Für Biira war es sehr wichtig, mehr darüber zu lernen, wie sie ihre Farm wie ein kleines Unternehmen führen kann. In den sogenannten Farmer Business Schools hat sie gelernt, Markt- und Produktionsrisiken abzuschätzen und ihre Finanzen und Ersparnisse sinnvoll zu verwalten: "Mit meinem Einkommen aus dem Verkauf meiner Baumwolle kann ich jetzt das Schulgeld für meine Kinder zahlen und habe außerdem ein kleines Ladengeschäft eröffnet", berichtet sie. Für Biira und andere Baumwollbäuerinnen im ländlichen Afrika ist es ein großer Schritt, wenn sie über effizientes Management ihrer Farm lernen und das Einkommen ihres Baumwollverkaufs selbst investieren können. Neben der harten Arbeit auf dem Feld kümmern sich die Frauen meist um die Kinder und das allgemeine Wohlbefinden der gesamten Familie. Neue land- und betriebswirtschaftliche Methoden waren jedoch zuvor nie ein Teil ihres Curriculums. In den Trainings hat Biira auch gelernt, wie sie ihr Feld am besten bestellt und ihre Ernteerträge durch neue Methoden erhöhen kann: "Das Schulungsprogramm hat mir geholfen, meine Erträge zu steigern", berichtet sie glücklich. Sie erzählt, dass sie durch die Anwendung ihres neuen Wissens nun bis zu doppelt so viel erntet wie zuvor.

Baumwollbäuerinnen bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen heißt für CmiA, sie in ihrer Vorbildfunktion für andere Frauen zu stärken, da sie auf ihrer Farm, im Baumwollgeschäft und in ihrer Familie wahre Multitalente sind. Sie sind die treibende Kraft hinter den Kulissen wenn es darum geht, nachhaltige Verbesserungen in die Dorfgemeinschaft zu tragen. Vor diesem Hintergrund hat CmiA ein besonderes Programm für Frauen im Baumwollanbau ins Leben gerufen. Über die im CmiA Standard verankerten Nachhaltigkeitskriterien zum Thema Gleichberechtigung hinaus werden Schulungen an die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von Baumwollbäuerinnen angepasst. Außerdem gibt das CmiA Programm Anstoß zur Gründung von Frauengruppen, sensibilisiert die ländlichen Dorfgemeinschaften für Themen rund um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und unterstützt von Frauen geführte Start-ups. All dies erleichtert es Baumwollbäuerinnen, ihre Rolle als eigenständige Kleinunternehmerinnen in der Gesellschaft zu stärken und ermöglicht es ihnen ihre Lebensbedingungen und die ihrer Familien aus eigener Krafft zu verbessern. Lesen mehr zum Thema Frauenförderung bei CmiA hier.

Frauen wie Juliyana Kabugho müssen in Subsahara-Afrika wahre Multitalente sein. Sie kümmern sich um die Kindererziehung und das Wohlergehen der gesamten Familie, und außerdem liegt das Pflanzen und Ernten der Baumwolle in ihren Händen. Viele Aufgaben, die viel Kraft erfordern, der Initiative Cotton made in Africa aber auch viele Ansatzpunkte für Unterstützung bieten. Zum Beispiel durch landwirtschaftliche Schulungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Kleinbäuerinnen zugeschnitten sind. „Durch meine Kooperation mit CmiA habe ich viel über bessere Anbaumethoden gelernt”, freut sich Juliyana. Und das hat vieles verbessert: „Nachdem ich am Training teilgenommen habe, hat sich meine Baumwollernte von 200 auf 500 Kilogramm pro Hektar erhöht”, berichtet sie.

Im Rahmen der CmiA-Schulungen können die teilnehmenden Kleinbäuerinnen ihre Fähigkeiten im Baumwollanbau kontinuierlich und nachhaltig verbessern. Das ermöglicht ihnen, ihre Felder schonend für Mensch und Natur zu bewirtschaften, wodurch sie höhere Ernteerträge erzielen und ihre Lebensbedingungen verbessern können. So ist es auch bei Juliyana Kabugho.

In den Trainings hat Juliyana alles über die Prinzipien einer guten landwirtschaftlichen Praxis gelernt – darunter beispielsweise, wie Düngemittel effizient eingesetzt werden und Bio-Dünger erzeugt werden kann. Da der CmiA Standard künstliche Bewässerung ausschließt, verwendet Juliyana für den Baumwollanbau ausschließlich Regenwasser. Die Methoden dieses sogenannten Regenfeldanbaus hat sie ebenfalls in den Farmer Trainings erlernt. So weiß sie nun worauf sie achten muss, um auch ohne künstliche Bewässerung eine ertragreiche Ernte zu erwirtschaften.

Außerdem hat die Bäuerin aus Uganda erfahren, dass Pestizide für Mensch und Umwelt schädlich sind und nach den CmiA-Kriterien – wenn überhaupt – nur unter strengsten Auflagen eingesetzt werden dürfen. Sie weiß nun, warum es so wichtig ist, dass sich schwangere oder stillende Frauen von Pestiziden fernhalten. Und dass ein geschulter Umgang mit Pestiziden und das Tragen von Schutzkleidung die Gesundheit der Bäuerinnen und Bauern schützen. Durch die erlernte bedarfsgesteuerte Anwendung und Verwendung von biologischen Alternativen kann Juliyana außerdem den Einsatz künstlicher Pestizide zunehmend vermeiden.

Durch ihre Teilnahme an Cotton made in Africa und die landwirtschaftlichen Schulungen hat Juliyana Kabugho einiges an ihren Anbaumethoden verändert. Dadurch kultiviert sie ihre Baumwollfelder heute unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten nachhaltiger. So hat sich ihre Baumwollernte mehr als verdoppelt, und sie konnte ihre Lebensumstände aus eigener Kraft verbessern. „Ich bin froh, dass ich durch den Verkauf meiner Baumwolle in der vergangenen Saison so viel verdient habe, dass ich das Geld nutzen konnte, um anzufangen, ein Haus zu bauen”, erzählt Juliyana.

Im Bademantel ein Zeichen für Baumwollbauern in Afrika setzen? Genau! Angesichts von Klimakrisen, Tonnen von Mikroplastik in den Meeren und unmenschlichen Arbeitsbedingungen für die Menschen in den Anbaugebieten von Baumwolle, Kaffee, Reis und anderen Handelswaren ist es leicht, zu frustrieren und denken, dass wir als Individuen doch eh nichts ändern können. Doch das können wir. Cotton made in Africa (CmiA) zeigt, wie - und das mit einer postiven Note: durch die #BathrobeChallenge. Denn das Gute ist: jeder kann etwas bewegen und die Welt ein Stück besser machen. Und manchmal kann es ganz einfach sein, etwas Gutes zu tun. Wie das?


Mit der #BathrobeChallenge sendet CmiA eine klare Botschaft: jeder, der dabei ist und seinen Bademantel in der Öffentlichkeit trägt setzt sich für die mehr als eine Million afrikanischer Baumwollbauern ein, die mit CmiA zusammenarbeiten. Mary Mbambu ist eine von ihnen. Durch Cotton made in Africa konnten sie und ihr Mann Baluku an sogenannten Farmer Trainings teilnehmen – und viel über Methoden des nachhaltigen Baumwollanbaus und Themen wie Gleichberechtigung lernen. Als wir uns nach ihren Erfahrungen erkundigten und sie fragten, was sie in den Trainings gelernt hat, antwortete Mary promt „Wir teilen uns die Aufgaben. Wenn es mir nicht gut geht, dann kümmert sich auch Baluku um das Essen für die Kinder oder andere Aufgaben, die traditionellerweise eher Frauen erledigen. Gemeinsam besprechen wir, wie wir unser Geld ausgeben. Mir war es beispielsweise wichtig neben Baumwolle Feldfrüchte anzubauen, um unsere Familie zu versorgen. Ich konnte mich durchsetzen und nun besitzen wir sogar einen kleinen Vorratsraum für unsere Ernte.“ Ihr Brechen mit der traditionellen Rollenverteilung und ihr Wissen zum Thema Gleichberechtigung machte Mary zu einer Art Vorbild in ihrer Gemeinde. „Andere Frauen kommen oft auf mich zu, um zu fragen, wodurch ich so viel gelernt habe“, berichtet Mary. „Ich sage dann, dass die Schulungen in meiner gemischten Trainingsgruppe mir helfen.“


Gemeinsam mit Partnern und Unterstützern wie OTTO, Tchibo, dem WWF oder der Welthungerhilfe lädt CmiA alle dazu ein, bei der #BathrobeChallenge mitzumachen und die Welt hinter unseren Textilien zu entdecken. Der Bademantel wurde als starkes Symbol für diese Mission gewählt, da er beispielhaft darstellt, wie viel Baumwolle in unseren Textilien verwendet wird. Als Kleidungsstück jedoch ist der Bademantel selten in der Öffentlichkeit zu sehen – ebenso wenig wie die Gesichter und Geschichten afrikanischer Baumwollbauern wie von Mary. Mit der #BathrobeChallenge will CmiA afrikanischen Baumwollbauern die Anerkennung geben, die ihnen im Internationalen Handel zusteht – und dem bisher anonymen Massenprodukt Baumwolle ein positives, wiedererkennbares „Gesicht“ geben.


Durch ihre Partnerschaft mit CmiA können Baumwollbauern an Trainingsprogrammen teilnehmen. Sie lernen neue Kenntnisse über effiziente und nachhaltige Anbau- und Geschäftsmethoden, und erfahren mehr über Themen wie Gleichberechtigung und die Bedeutung der Schulbildung für ihre Kinder. Diese Schulungen erleichtern es den Bauern die Umwelt zu schützen und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. Konsumenten können afrikanische Baumwollbauern wie Mary dabei ganz einfach unterstützen – nicht nur, indem sie einen Bademantel tragen und sich für nachhaltige Baumwolle einsetzen. Auch der Kauf von CmiA gelabelten Textilien unterstützt die Kleinbauern direkt. Produkte, die die Arbeit der Initiative unterstützen, tragen ein kleines, rotes Cotton made in Africa Label. Dadurch sind sie leicht zu erkennen und Konsumenten können Produkte wählen, die ihnen eine Freude schenken, die Baumwollbauern unterstützen und unsere wertvolle Umwelt schützen. Partner von CmiA sind aktuell über 30 Marken und Einzelhändler - von Armani bis Aldi. Eine vollständige Partnerliste gibt es hier.

Mehr über die #BathrobeChallenge unter www.bathrobechallenge.com

Baumwolle ist eine beliebte Pflanze – nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Insekten. Aber nicht alle Insekten sind auch gut für die Baumwolle. Als Schädlinge können sie ganze Ernten und damit das Einkommen einer Familie bedrohen. Diese Sorge belastet auch Baumwollbauer Thomas Bwambale aus Uganda. Dass jedoch nicht immer giftige Pflanzenschutzmittel notwendig sind, um die kostbare Ernte vor Schädlingen zu schützen, hat Bwambale durch seine Partnerschaft mit Cotton made in Africa und die Teilnahme an landwirtschaftlichen Schulungen gelernt.

Traditionell entscheiden Baumwollbauern in Subsahara-Afrika nach dem Kalender, wann sie ihre Felder spritzen müssen. Das heißt sie sprühen in regelmäßigen zeitlichen Abständen chemische Mittel zum Schutz ihrer Baumwollpflanzen. Sie berücksichtigen dabei nicht, ob der Einsatz der Chemikalie tatsächlich erforderlich ist. Dies geht zu Lasten ihres Geldbeutels, ihrer Gesundheit und ihrer Umwelt.

Ziel des CmiA Standards ist es, die Baumwollbauern darin zu schulen Pestizide wenn nur eingeschränkt und verantwortungsvoll zu nutzen. Gemäß des Schadschwellenprinzips wird anhand der Anzahl der Schädlinge auf den Pflanzen gemessen, ob die Ernte von Schädlingen bedroht ist. Dies ist meist schon durch einfaches stichprobenartiges Zählen der Ungeziefer möglich. Diese Methode wendet auch Thomas Bwambale an: „In den Schulungen wurde mir gezeigt, wie man Schädlinge zählt, sie von Nützlingen unterscheidet und bestimmt, wann es nötig ist, Pestizide einzusetzen.“ Die teils auch in Piktogrammen gemessenen Schadschwellengrenzen geben den Bauern eine einfache Orientierung. Dass diese Sensibilisierung im Umgang mit Pestiziden fruchtet, betont auch Bwambale. „Dank der Trainings weiß ich jetzt, dass Pestizide schlecht sind für die Umwelt und meinen Boden. Ich nutze sie daher nur, wenn der Schädlingsbefall auf meinem Feld besorgniserregend hoch ist“, berichtet der Bauer. „Heute spraye ich nicht mehr regelmäßig, sondern nur, wenn es wirklich sein muss“, so Bwambale weiter. Durch den bewussten Einsatz von Pestiziden können die Kleinbauern viel Geld sparen und zudem die Umwelt, ihre Gesundheit und ihre Böden schonen.

Da der Einsatz von Pestiziden sowohl für die Umwelt als auch die Gesundheit der Bauern ein Risiko darstellt, schließt der Cotton made in Africa Standard die von internationalen Konventionen als gefährlich eingestufte Pestizide strikt aus.1 Schwangeren, Stillenden, Kranken, Minderjährigen und unausgebildeten bzw. unerfahrenen Personen ist zum eigenen Schutz die Arbeit mit Pestiziden ganz verboten. Außerdem lernen die Bauern wie Thomas Bwambale, wie sie sich sachgemäß beim Sprühen schützen können und welche schonenderen, umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Alternativen bei der Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden können. Hierzu zählen etwa Biopestizide oder Molasse-Fallen.

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1) Pesticides regulated by the Rotterdam and Stockholm Convention or which the WHO has ranked as extremely or highly hazardous (class Ia and Ib) may not be used. For their own safety, pregnant women, nursing mothers, sick people, children, and untrained and/or inexperienced persons are prohibited from working with pesticides.

Die Umwelt schonen und die eigene Gesundheit schützen, gleichzeitig aber auch die Baumwollernte sichern oder gar die Einnahmen erhöhen – geht das? Diese Frage stellte sich auch Hariet Muhindo, Baumwollbäuerin aus dem Dorf Nyamirangara in Uganda. In den Schulungen, die fester Bestandteil von Cotton made in Africa (CmiA) sind, lernte sie dann, dass es geht – und vor allem, wie.

"Durch die CmiA-Trainings habe ich gelernt, wie man mit weniger Pestiziden auskommt und wie man richtig mit ihnen umgeht," berichtet Hariet. Pestizide sind im konventionellen Baumwollanbau meist fester Bestandteil, um die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen und damit Ernteausfälle zu vermeiden. Dass deren Einsatz allerdings nicht immer nötig ist, dass es auch alternative Lösungen gibt und was man beim Umgang mit Pestiziden beachten muss, erfahren Kleinbauern wie Hariet Muhindo in sogenannten Farmer Trainings.

Seit sie an CmiA teilnimmt, arbeitet Hariet nach dem Schadschwellenprinzip. Das bedeutet, dass sie den Schädlingsbefall auf ihrem Feld überprüft und nur dann Pestizide auf ihrem Feld ausbringt, wenn die Menge der Schädlinge eine bestimmte Grenze übersteigt. Außerdem wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Schädlingen und Nützlingen – etwas, das Hariet in den Farmer Trainings gelernt hat. Insekten, die natürliche Feinde von Schädlingen sind, werden in der Landwirtschaft als Nützlinge bezeichnet, da sie helfen, die Ernte des Bauern zu schützen. Mit ihrem gelernten Wissen kann Hariet heute viel weniger Pestizide einsetzen, die Nützlinge auf ihrem Feld schützen und damit höhere Ernten erzielen.

Auch über alternative Methoden zum Schutz ihrer Felder hat Hariet in den Farmerschulungen einiges gelernt. So weiß sie heute, welche biologischen Pestizide es gibt und wie man aus verfügbaren Mitteln wie Molasse einfache Schädlingsfallen baut. Solche Alternativen sind für Hariet gleich dreifach wertvoll: Sie sind lokal verfügbar und kosten wenig –so kann sie ihre Ausgaben senken. Sie sind natürlich und schützen sie und ihre Umwelt. Und sie sind effektiv, da sie ihre Ernte schützen. In den Fällen, in denen Hariet Muhindo noch Pestizide verwendet, sind es solche, die gemäß internationaler Konventionen und somit im CmiA Standard geregelt sind. Die Auflagen hierzu sind streng: Es dürfen keine Pestizide eingesetzt werden, die auf den Listen des Rotterdam Protocols und der Stockholm Convention stehen oder von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als extrem oder hochgefährlich eingestuft werden. Ein Verstoß gegen diese Richtlinien führt zum Ausschluss aus dem CmiA-Programm.

Hariet Muhindo weiß um die Gefahren und Auswirkungen bestimmter Pestizide. Um sich und ihre Familie bestens zu schützen, hat sie einiges über den bewussten und gesundheitsschonenden Umgang mit Pestiziden gelernt. So bewahrt sie jetzt beispielsweise Behälter mit Pflanzenschutzmitteln für Kinder unerreichbar auf und entsorgt die leeren Gefäße sachgemäß. "Und ich weiß jetzt, wie wichtig Schutzkleidung ist, wenn ich Pestizide auf meinem Feld einsetze", fügt sie hinzu. "Ich trage jetzt einen Overall oder ein langärmeliges Shirt, Hosen und eine Gesichtsmaske, sobald ich Pestizide nutze.”

Mit dem Ziel, den Einsatz von gefährlichen Pestiziden auf dem Baumwollfeld kontinuierlich und nachhaltig zu reduzieren, setzt Cotton made in Africa durch Farmer Trainings somit auf Dialog und Sensibilisierung und bietet Kleinbauern eine Reihe an alternativen praktischen Methoden und Lösungen.

 

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