Auf ein Lächeln mit… Sabina & Paul

31.10.2019

Baumwolle als Naturfaser ist einer der wichtigsten Rohstoffe in der textilen Wertschöpfungskette. Mit rund 30 Millionen Tonnen, die für 2030 prognostiziert werden, liegt es laut FAO nach Polyester an zweiter Stelle des Gesamtfaserbedarfs. Afrikanische Baumwolle wird fast ausschließlich von Kleinbauern produziert. Sie dient ihnen als so genannte Cash-Crop. Dies bedeutet, dass viele Kleinbauern mit dem Einkommen aus Baumwolle ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder finanzieren. Aber das Baumwollgeschäft ist hart. Kleinbauern im ländlichen Afrika müssen sich mit anstrengender körperlicher Arbeit, geringem Zugang zu Bildung und internationalem Handel sowie den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen. Darüber hinaus sind afrikanische Bauern in der Öffentlichkeit kaum präsent.

Zwei von einer Million Bauern, mit denen Cotton made in Africa (CmiA) zusammenarbeitet, sind Sabina und Paul – ein Paar aus Tansania. Sabina und Paul bauen auf ihrem kleinen Feld gemeinsam Baumwolle an. Beide hatten damals nur die Möglichkeit die Grundschule zu beenden. Was ihnen heute bei ihrer täglichen Arbeit sehr hilft, sind die landwirtschaftlichen Schulungen, die CmiA den Kleinbauern in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Baumwollgesellschaft Alliance anbietet. Dabei lernen sie neue und nachhaltige Anbaumethoden sowie -techniken kennen, die ihnen helfen, ihre Erträge und ihr Einkommen zu verbessern und zu steigern. Die Schulungen werden von einem landwirtschaftlichen Berater geleitet, der eine kleine Gruppe von Kleinbauern regelmäßig zu verschiedenen Aspekten des Baumwollanbaus und darüber hinaus schult. Während ihres Trainings erfuhren Sabina und Paul auch von den Bio-Pestiziden: „Zu Beginn haben wir uns gefragt, ob [biologische Pestizide] wirklich funktionieren. Aber jetzt sind wir sehr zufrieden damit“, sagten sie und fügten erfreut hinzu: „Wir konnten mit Hilfe der Bio-Pestizide unsere Baumwolle besser vor Schädlingen schützen und so am Ende der Saison mehr Baumwolle ernten als im Jahr zuvor.“ Auf die Frage was sie sich für ihren Sohn Johann wünschen sagten sie: „Wir möchten, dass unsere Kinder die Chance bekommen mehr zu lernen, als wir es konnten. Unser Wunsch für unseren Sohn Johann wäre es, einmal Lehrer zu werden. “

Jedes Textil mit dem Cotton made in Africa Label trägt dazu bei die Umwelt zu schützen und die Menschen in den Anbaugebieten der Baumwolle zu unterstützen. Konsumenten können die Textilien an dem Cotton made in Africa Label wiedererkennen. Im Jahr 2018 erzielte CmiA ein explosionsartiges Wachstum in der Nachfrage als auch in der Produktion. Die Nachfrage von CmiA-Baumwolle stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 14 Prozent. 46 Unternehmen und Modemarke produzierten rund 103 Millionen CmiA-gekennzeichnete Textilien. Rund 100 Textilhersteller in 19 Textilproduktionsmärkten weltweit – davon sieben in Afrika – arbeiten mit CmiA-zertifizierter Baumwolle aus Afrika. Insgesamt 580.000 Tonnen entkörnte Baumwolle wurden 2018 nach dem Standard Cotton made in Africa zertifiziert.