Äthiopien

Fläche
1.063.652 km²

Einwohnerzahl
108.000.000

 

Hauptstadt
Addis Abeba (auch Addis Ababa)

Amtssprache
Amharisch (darüber hinaus sind Afar, Oromo, Somali und Tigrinya offizielle Arbeitssprachen in den jeweiligen Regionen)

 

Währung
Äthiopischer Birr (Br)

 

Äthiopien (offiziell: Förderale Bundesrepublik Äthiopien) ist in Bezug auf die Bevölkerungszahl das zweitgrößte Land Afrikas. Zugleich ist es das bevölkerungsreichste Land der Welt ohne direkten Zugang zum Meer.

Diesen Zugang hat es im Jahr 1993 an Eritrea abgetreten. Lake Tana ist der größte See des Landes und speist einen der Hauptflüsse Äthiopiens, den Blauen Nil. Der Blaue Nil entspringt nicht nur in Äthiopien, sondern ist auch Hauptzufluss des gesamten Nils und von entsprechend hoher Bedeutung für dessen Anrainer Staaten. Zu diesen zählen nicht zuletzt der Süd-Sudan und der Sudan, die neben Djibouti, Eritrea, Kenia und Somalia zu den Nachbarstaaten Äthiopiens gehören. Trotz vielfältiger landesinterner Konflikte ist Äthiopien Aufnahmeland von über 342.000 Flüchtlingen aus dem Süd-Sudan, über 199.000 Menschen aus Somalia sowie etwas weniger als 173.000 aus Eritrea und 42,000 Flüchtigen aus dem Sudan (Stand 2020). Und dies obwohl Äthiopien zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Äthiopien weist derweil das niedrigste Niveau von Einkommensungleichheit in Afrika und eines der niedrigsten weltweit auf. Zugleich zeichnet sich Äthiopien durch eine sehr junge Bevölkerung und ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum aus. Über 80% der Bevölkerung leben auf dem Land. Ein Großteil davon konzentriert sich auf die Ebenen der Hochplateaus im Norden und im Zentrum des Landes, insbesondere um die Hauptstadt Addis Abeba. Knapp 36% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Kaffee, dessen Ursprung in Äthiopien liegt, bildet das wichtigste Exportgut des Landes. Baumwolle ist ein ebenfalls etabliertes Agrarprodukt. Äthiopien baut seit Jahrhunderten Baumwolle an, und verfügt über einen traditionellen Weber- und Handwebsektors. Baumwollanbau sowie die Weiterverarbeitung spielen eine zunehmend wichtige Rolle in den Visionen der Regierung für wirtschaftlichen Aufschwung. Nach Angaben des Ethiopian Institute of Agricultural Research bauen ca. 57.000 äthiopische Kleinbauern Baumwolle an. Auf über 1.000 Großfarmen sind darüber hinaus knapp 150.000 Arbeiter im Baumwollanbau beschäftigt und 2.000 in Entkörnungsbetrieben. Die Baumwoll- und Bekleidungsindustrie ist der zweitwichtigste Wachstumssektor für die äthiopische Regierung. In diesem Zusammenhang hat sich die Regierung das Ziel gesetzt, Äthiopien bis zum Jahr 2025 zum Zentrum der Textil- und Bekleidungsproduktion Afrikas mit jährlichen Exporten im Wert von 30 Milliarden US-Dollar zu machen.

Quellen:
Central Intelligence Agency (2020). Ethiopia, In: The world factbook. CIA (Hrsg.), URL <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/et.html>, letzter Abruf
23.07.2020

Crummey, Donald Edward et.al. (2019) Ethiopia, In: Encyclopædia Britannica (Hrsg.), URL <https://www.britannica.com/place/Ethiopia>, letzter Abruf 23.07.2020

Roser, Max (2014/2019). Human Development Index (HDI) – The Human Development Index around the world. UN (Hrsg.), URL <https://ourworldindata.org/human-development-index>, letzter Abruf 07.08.2020

Ethiopian Institute of Agricultural Research – EIAR (2017). Cotton Research Strategy (2016-2030). Ethiopian Agricultural Transformation Agency (Hrsg.) URL <http://publication.eiar.gov.et:8080/xmlui/handle/123456789/1482>, letzter Abruf 07.08.2020

Benin

Fläche
112.662 km²

Einwohnerzahl
11.423.000 (2018)

Hauptstadt
Porto Novo

Amtssprachen
Französisch, Fon, Yoruba

 

Währung
CFA-Franc BCEAO

 

Benin liegt in Westafrika. Das kleine Land hat Grenzen zu Nigeria, Niger, Burkina Faso, Togo und im Süden ans Meer, an den Golf von Guinea. Das Klima ist geographisch in zwei Bereiche gegliedert: Im Norden herrscht trockenes Süd-Sahel-Klima, im Süden tropisch-feuchtes Klima.

In Cotonou, Hauptort an der Küste Benins und wirtschaftliches Zentrum des Landes, blüht der Handel mit Gebrauchtautos. Doch der Eindruck vom blühenden Wirtschaftsleben in der quirligen Stadt zeigt nicht die ganze Wahrheit: Benin zählt, wie auch die übrigen Länder, in denen Cotton made in Africa aktiv ist, zu den ärmsten Regionen der Erde. Fast die Hälfte der Menschen lebt in extremer Armut. Das heißt sie müssen mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen. Das Land ist hochverschuldet und leidet unter seiner schlechten wirtschaftlichen Infrastruktur. Entsprechend stehen Armutsbekämpfung und Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Vordergrund der Regierungspolitik. Die Landwirtschaft ist wichtiger Wirtschaftsfaktor – und baut im Wesentlichen auf Baumwolle.
Knapp die Hälfte der beninischen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Vorwiegend bauen die Landwirte Mais, Maniok, Yamswurzel, Süßkartoffeln und Hülsenfrüchte für den Eigenbedarf und für den lokalen Markt an. Cashewnüsse und Ananas sind wichtige Exportprodukte, am meisten aber führen die Beniner Baumwolle aus. Die Abhängigkeit von der Landwirtschaft und insbesondere vom Baumwollexport – der bis zu 40 Prozent der Exporteinnahmen ausmacht – macht Benin als Land empfindlich gegenüber den Auswirkungen des regionalen Klimas, aber auch von den globalen Marktpreisen.
Neben den Schulungen zur Steigerung der Baumwollerträge und somit Einkommen unterstützt CmiA gemeinsam mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand den Aufbau der Schulinfrastruktur in den ländlichen Baumwoll-Anbaugebieten. Zudem besuchte der Star- und Fashionfotograf Albert Watson im Auftrag der Aid by Trade Foundation das westafrikanische Land, um abseits jeglicher Stereotype die Menschen, die im Mittelpunkt von CmiA stehen, zu fotografieren. Die Bilder wurden anschließend im Rahmen einer großen Retrospektive in den Hamburger Deichtorhallen sowie im Rahmen der Ausstellung „Albert Watson: 14 days in Benin“ im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln ausgestellt.
Quellen: Human Development Report 2017 (UN); The World Fact Book 2014, Auswärtiges Amt 2013; World Development Indicators 2014;2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5.; Wirtschaftskammer Österreich 2019; OEC: Das Observatorium für Wirtschaftliche Komplexität 2019; LIPortal 2018; Laenderdaten.info 2017

Burkina Faso

Fläche
270.764 km²

Einwohnerzahl
20.835.401 (2020)

Hauptstadt
Ouagadougou

Amtssprache
Französisch

 

 

Währung
CFA (Communauté Financière Africaine) Franc

Burkina Faso ist ein westafrikanischer Binnenstaat der an die Nachbarländer Benin, Cote d’Ivoire, Ghana, Mali, Niger und Togo grenzt. Es teil sich auf in drei Klimazonen, darunter der südliche Teil mit heißer tropischer Savanne und einer kurzen Regenzeit, einer für die Sahelzone typischen tropisch heißen halbtrockenen Steppe in der nördlichen Hälfte des Landes und ein kleines Gebiet im äußersten Norden mit heißer Wüste, die an die Sahara grenzt. Die drei Hauptflüsse des Landes sind der Mouhoun (Schwarze Volta), der Nazinon (Rote Volta) und der Nakambé (Weiße Volta).

Burkina Faso prägt eine hohes Bevölkerungswachstum. Knapp 65% der Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt. Größte Stadt des Landes und zugleich Hauptstadt ist Ouagadougou mit 1,8 Mio. Einwohner*innen. Trotz landesinterner Probleme, wie zeitweiser Nahrungsmittelknappheit und gewaltsamer Konflikte in einigen Landesteile, nahm Burkina Faso seit Mai 2017 über 33,500 Flüchtlinge aus dem Nachbarstaat Mali auf. Zugleich ist Arbeitsmigration aus und in die Nachbarsstaaten sowie zunehmend über die Grenzen Westafrika hinaus, etablierter Bestandteil des Erwerbslebens. Knapp 1,5 Millionen und damit ein-Drittel der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter, arbeitet zeitweise jenseits der Landesgrenzen. Knapp zwei-Drittel der Bevölkerung leben auf dem Land, zumeist Subsistenzbauern, d.h. Bauern die vornehmlich für das eigene Auskommen Land- und Viehwirtschaft betreiben.

Etwas weniger als die Hälfte der Landesfläche wird für die Landwirtschaft (u.a. Ackerbau, Viehzucht) genutzt. Wiederkehrende Dürren, Überweidung und Entwaldung, in deren Folge es zur Wüstenbildung kommt, sind zunehmende Herausforderungen für die Landwirtschaft. Aus dem Export von Gold erwirtschaftet das Land drei-Viertel seiner Exporterlöse. Danach folgt Baumwolle als zugleich das wichtigste Agrarprodukt, dass nicht für den eigenen Verbrauch, sondern für den Export produziert wird. Zeitweise gehörte Burkina Faso zu den größten Baumwollexportländern mit Baumwolle höchster Qualität aus Afrika. Nach Ernteeinbrüchen durch Schädlinge und Trockenheit folgte 2008 die Einführung genmodifizierter Baumwolle. Ihr Anbau wurde zum Jahr 2018 verboten. Begründet wurde die Entscheidung mit der geringen Qualität der Baumwolle und den entsprechend geringeren Bauwollpreisen. Inzwischen ist Burkina Faso einer der größten Produzenten von organischer Baumwolle in Afrika.

Quellen:
Bavier, Joe (2017) . When America’s biotech giant tried to export its know-how to small cotton farmers in Burkina Faso, there was a problem: The quality sank. URL <https://www.reuters.com/investigates/special-report/monsanto-burkina-cotton/>, letzter Abruf 14.08.2020

Central Intelligence Agency (2020).
Burkina Faso, In: The world factbook. CIA (Hrsg.), URL <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/uv.html>, letzter Abruf 14.08.2020

Guiguemde, Pierre H. et.al. (2019) Burkina Faso, In: Encyclopædia Britannica (Hrsg.), URL <https://www.britannica.com/place/Burkina-Faso >, letzter Abruf 14.07.2020

Krinninger, Theresa (2016), Burkina Faso abandons GM cotton, URL <https://www.dw.com/en/burkina-faso-abandons-gm-cotton/a-19362330>, letzter Abruf 14.08.2020

Textile Exchange (2019) Africa – Organic cotton production 2018/2019, In: 2019 Organic Cotton Market Report, Textile Exchange (Hrsg.); URL https://textileexchange.org/wp-content/uploads/2019/12/OCMR_Africa_Overview_2019.png, letzter Abruf 14.08.2020, S.16

Côte d’Ivoire

Fläche
322.463 km²

Einwohnerzahl
27.481.086 (2020)

 

Hauptstadt
Yamoussoukro (legislativ), Abidjan (administrativ)

Amtssprache
Französisch

 

Währung
CFA (Communauté Financière Africaine) franc

 

Côte d’Ivoire ist ein Küstenstaat in Westafrika und grenzt an die Nachbarländer Burkina Faso, Ghana, Guinea, Liberia, Mali. Seit 1983 ist Yamoussoukro die offizielle Hauptstadt des Landes. Der Regierungssitz befindet sich allerdings in der Küstenstadt Abidjan, die zugleich ökonomisches Zentrum und mit über 5 Mio. Einwohnern die größte Stadt des Landes ist. In und um Abidjan sowie die weiteren Küstenstädte des tropischen Südens konzentriert sich auch der überwiegende der Bevölkerung, während der durch Savanne geprägte Norden des Landes vergleichsweise gering bevölkert ist.

Nahezu 60% der Bevölkerung sind unter 25 Jahre während etwas weniger als die Hälfte der Bevölkerung auf dem Land lebt. Côte d’Ivoire weist damit für Sub-Sahara Afrika eine relativ hohe Urbanisierung auf, d.h. einen hohen Anteil der Bevölkerung der in städtischem Raum lebt.

Bis Anfang der 1980er Jahre war Côte d’Ivoire ein Musterbeispiel für Stabilität und wirtschaftlichen Erfolg in Afrika und zog durch die arbeitsintensive Kakao- und Kaffeeindustrie im Südwesten des Landes viele Migranten aus anderen Teilen und Nachbarländern, insbesondere aus Burkina Faso, aber auch Europa und dem Libanon, an. Noch immer bilden Migranten ca. ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. Mit der Rückkehr relativer Stabilität ab dem Jahr 2012 und dem Ende politischer Unruhen, zählt das Wirtschaftswachstum in Jahren 2015-2020 zu einem der höchsten der Welt.
Knapp die Hälfte der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Côte d’Ivoire ist der weltweit größte Produzent und Exporteur von Kakaobohnen. Kaffee und Palmöl bilden weitere landwirtschaftliche Hauptexportgüter. Baumwolle ist ein weiteres Exportgut, dass im Südwesten, als auch im Norden des Landes angebaut wird.

Quellen:
Central Intelligence Agency (2020). Côte d’Ivoire, In: The world factbook. CIA (Hrsg.), URL , letzter Abruf 18.09.2020

Mundt, Robert John et al (2020) Côte d’Ivoire, In: Encyclopædia Britannica (Hrsg.), URL , letzter Abruf 18.09.2020

Kamerun

Fläche
475.442 km²

Einwohnerzahl
25.640.965 (2018)

 

Hauptstadt
Yaoundé

Amtssprache
Französisch, Englisch

 

Währung
CFA-Franc BEAC

 

Kamerun wird aufgrund seiner Diversität auch das „Afrika in Miniatur“ genannt. An der Westküste Kameruns gelegen teilen sich Klima und Landschaftsbild in zwei Zonen auf. Durch die Lage im Bereich des äquatorialen Regenklimas ist der Süden Kameruns sehr feucht und niederschlagsreich. Dichte tropische Regenwälder bestimmen das Bild mit ihren unzähligen Baumarten. Nach Norden wird es zunehmend trockener. Hier erstreckt sich ein großer Teil der Sahelzone über das Land. Kamerun besitzt eine gemeinsame Grenze mit sechs weiteren Ländern: Nigeria, Zentralafrika, Tschad, Äquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo. Mehr als 240 verschiedene Ethnien und eine linguistische Vielfalt von mehr als 230 Sprachen prägen das kulturelle Leben Kameruns und stellen den besonderen Reiz des Landes dar.

Aufgrund günstiger landwirtschaftlicher Bedingungen ist Kamerun eines der höchstdotierten Rohstoffexport-Volkswirtschaften in Afrika südlich der Sahara. 61,6% der Beschäftigten arbeiteten 2018 in der Landwirtschaft. Neben Holz und Kakao zählt Baumwolle zu den wichtigen Erzeugnissen des Landwirtschaftssektors. Trotz dieser natürlichen Ressourcen sieht sich das Land mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert. Im Human Development Index (HDI) belegt Kamerun Platz 151 von 189 erfassten Ländern. Eine der größten Herausforderungen ist die starke Ausbreitung von HIV und Aids. Weitere Probleme sind das stagnierende Pro-Kopf-Einkommen, eine relativ ungleiche Verteilung vom Einkommen, fehlende Infrastruktur und Korruption.

Quellen: Human Development Report 2017, The World Factbook 2014, 2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5.; Wirtschaftskammer Österreich 2019; liportal.de 2019; laenderdaten.info 2017; The Observatory of Economic Complexity 2019; Auswärtiges Amt 2019

Mosambik

Fläche
801.590 km²

Einwohnerzahl
29.500.000 (2018)

 

Hauptstadt
Maputo

Amtssprache
Portugiesisch

 

Währung
Metical

 

Mosambik hat eine überwiegend kleinbäuerlich geprägte Gesellschaft, die sich aus vielen Bevölkerungsgruppen zusammensetzt. Während der überwiegende Teil der Bevölkerung im ländlichen Raum lebt, gehört die Hauptstadt Maputo zu den am schnellsten wachsenden Metropolen Afrikas, in der sich ein urbaner Lebensstil entwickelt und sich europäische und afrikanische Einflüsse stark vermischen. Hier pulsiert eine lebendige Kulturszene.
An der Südostküste Afrikas gelegen erstreckt sich Mosambik von Tansania bis zum Maputo an der Grenze zu Südafrika und Swasiland. Im Westen grenzt es an Simbabwe und Sambia und Malawi. Die Ostküste liegt der Insel Madagaskar gegenüber. Der größte Fluss der Region, der Sambesi, mündet an der „Straße von Mosambik“ in den Indischen Ozean.

Trotz der wirtschaftlichen Stabilisierungsversuche Ende der 1980er Jahre rangiert das Land im Human Development Report (HDR) der Vereinten Nationen mit Rang 185 von 187 des Human Development Indexes (HDI). Etwa 60 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut. HIV/Aids, von dem 11 Prozent der Bevölkerung betroffen sind, häufige Dürreperioden und Ernteausfälle sind die maßgeblichen Faktoren, warum das Land einen der hinteren Plätze auf dem Wohlstandindex belegt.
Durch eine hohe Einschulungsrate hat Mosambik zwar substantielle Erfolge im Schulbereich zu verzeichnen, nichtsdestotrotz ist der Schulsektor nicht ausreichend ausgebaut; die Rate der Schüler, die einen Abschluss erlangen, ist gering, sodass über die Hälfte der Mosambikaner kann nicht lesen, schreiben oder rechnen.
Etwa 80 Prozent der Bevölkerung Mosambiks sind in der Landwirtschaft tätig. Sie betreiben überwiegend Subsistenzwirtschaft, um ihren Bedarf an Grundnahrungsmitteln zu decken. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Baumwolle, Cashewnüsse, Zucker, Sisal, Kopra und Tee sowie Garnelen und Langusten.
Nur die Hälfte der Bevölkerung verfügt einen angemessenen Anschluss an Trinkwasser. Hier setzt CmiA mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand an: Zur Verbesserung der Wasserversorgung und der Hygiene in den abgelegenen Baumwollanbaugebieten Mosambiks werden Brunnen gebaut.
Quellen: Human Development Report 2013 (UN); The World Fact Book 2014; Auswärtiges Amt 2013; World Development Indicators 2014; 2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5Aktuelle Informationen zu Mosambik bekommen Sie unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Nigeria

Fläche
923.770 km²

Einwohnerzahl
195.900.000 (2018)

 

 

Hauptstadt
Abuja

Amtssprache
Englisch

 

Währung
Naira

 

Nigeria wird häufig auch als „Gigant Afrikas“ bezeichnet und stellt in Westafrika eine Regionalmacht dar. Mit circa 194 Millionen Einwohnern ist das Land nicht nur das bevölkerungsreichste Afrikas, sondern gehört auch zu den weltweit acht größten Erdölexporteuren. Das an der Westküste Afrikas gelegene Nigeria hat mit der Atlantikküste im Süden nur eine einzige natürliche Grenze; Nachbarländer sind Benin im Westen, Niger im Norden, Tschad im Nordosten und Kamerun im Osten. Insgesamt ist Nigeria zweieinhalbmal so groß wie Deutschland.
Obwohl Nigeria eine große Artenvielfalt aufweist, sind einige Tierarten vom Aussterben bedroht. Daher wurden zu deren Schutz  sowie zur Förderung des Tourismus Nationalparks errichtet, in denen mehr als 50 verschiedene Säugetierarten sowie mehr als 300 unterschiedliche Vogelarten zu finden sind.

Nigeria ist der zehntgrößte Erdölproduzent der Welt und der größte innerhalb Afrikas, doch hat das Land durch die starke Erdöl- und Erdgasförderung mit massiven ökologischen Problemen zu kämpfen. Starke Umweltverschmutzung, die Zerstörung von Ackerflächen und Wäldern, die Verseuchung fischreicher Gewässer und die zunehmende Luftverschmutzung machen dem Land zu schaffen und haben schon vielen Menschen das Leben gekostet. Durch das Erdöl sind insgesamt etwa 90% des Grundwassers verseucht. Im Jahr 2018 begann die Regierung Nigerias mit Säuberungsmaßnahmen im Nigerdelta, wo die größten Umweltprobleme zu finden sind. Allerdings könnten diese Maßnahmen bis zu 25 Jahre dauern, um die Verschmutzung der Landschaft zu beseitigen.
Wirtschaftlich hat sich das Land im zweiten Quartal 2017 allmählich aus der schlimmsten Rezession seit 25 Jahren erholt. Gründe dafür liegen unter anderem in der Steigerung der Erdölförderleistung, Erholung des Erdölpreises sowie der verbesserten Leistung in der Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor. Circa 70% der Bevölkerung sind im Sektor der Landwirtschaft tätig, in dem 2016 etwa 26% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet wurden.
Mit mehr als 400 unterschiedlichen Sprach- und Volksgruppen bildet Nigeria einen Vielvölkerstaat. Ethnische Zugehörigkeit ist dort sehr wichtig, denn die meisten Einwohner identifizieren sich eher über diese als über die Nationalität. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Gruppen werden im Land über 400 Sprachen gesprochen. Die extreme Armut hat in den vergangenen Jahren weiter zugenommen, sodass nun fast die Hälfte der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze lebt. Laut dem Human Development Report liegt Nigeria auf Rang 157 von 189.
Quellen: Auswärtiges Amt, Statistisches Bundesamt, LIPortal, wko.at, Human Development Report 2017

Sambia

Fläche
752.618 km²

Einwohnerzahl
17.351.822 (2018)

 

Hauptstadt
Lusaka

Amtssprache
Englisch

 

Währung
Sambischer Kwacha

 

Sambia ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika und liegt auf dem zentralafrikanischen Plateau; die Hauptstadt Lusaka im Süden liegt auf einer Höhe von ca. 1.300 Metern. Durch die Höhenlage hat Sambia ein gemäßigtes, tropisches Klima.
Sambia ist etwa doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und hat über 17 Millionen Einwohner. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen liegt u.a. aufgrund der hohen Sterblichkeit durch die Immunschwächekrankheit Aids bei nur 62 Jahren; die HIV-Infektionsrate liegt im weltweiten Vergleich extrem hoch. Die Regierung Sambias investiert jedoch stark in den Gesundheitssektor des Landes, insbesondere in die Bekämpfung von HIV und Aids.

Trotz des gemäßigten Klimas, ausreichender Wasserressourcen, guter Böden und reichhaltiger Bodenschätze wie Kupfer, Kobalt und Edelsteinen gehört Sambia aber zu den ärmsten Ländern der Welt. Es rangiert auf Platz 144 von 189 des Human Development Indexes. 68,5 % der Bevölkerung muss mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen. Ein Grund hierfür ist die nur einseitige wirtschaftliche Entwicklung des Landes, das lange Zeit fast ausschließlich auf den Kupferabbau setzte.
Hoffnung setzen die Sambier auf den Tourismus. Zwar bleibt der Massentourismus aufgrund fehlender Infrastruktur noch aus, Naturattraktionen wie die zahlreichen Nationalparks und die berühmten Victoriafälle bergen jedoch große Potentiale. Gespeist wird die wohl berühmteste sambische Sehenswürdigkeit durch den Fluss Sambesi, welcher dem Land seinen Namen gab. Die Tier- und Pflanzenwelt Sambias ist durch die geographische Vielfalt besonders artenreich.
Da Bildung der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung ist unterstützt CmiA neben dem Landwirtschaftsbereich gemeinsam mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand den Aufbau der Schulinfrastruktur in den ländlichen Baumwollanbaugebieten. So wird zahlreichen Kinder der Zugang zu Bildung ermöglicht.
Aktuelle Informationen zu Sambia bekommen Sie unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.
Quellen: Human Development Report 2017 (UN); Auswärtiges Amt 2014; World Development Indicators 2014;2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5.; Wirtschaftskammer Österreich 2019; liportal.de 2019; laenderdaten.info 2017; The Observatory of Economic Complexity 2019; Welt in Zahlen 2019

Tansania

Fläche
945.087 km²

Einwohnerzahl
56.318.348 (2018)

 

Amtssprachen
Englisch, Swahili

Hauptstadt
Dodoma

Währung
Tansania-Schilling

 

Tansania ist ein Staat in Ostafrika und liegt am Indischen Ozean. Es grenzt an die Nachbarländer Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo im Westen sowie Sambia, Malawi und Mosambik im Süden. Obwohl Daressalam die größte Stadt des Landes ist und den Regierungssitz innehat, ist Dodoma die offizielle6 Hauptstadt. Im gesamten Staat leben circa 5 Millionen Menschen und mit 64 Einwohnern pro km² ist der Staat wesentlich dünner besiedelt als beispielsweise Deutschland mit 237 Einwohnern pro km².

In Tansania herrscht – vor allem an der Küste – tropisches Klima. Es ist ganzjährig feucht und heiß und die Naturlandschaften zählen zu den atemberaubendsten der ganzen Welt. Landesweit werden etwa aufgrund der ethnischen Vielfalt 100 Sprachen gesprochen. Die Landwirtschaft zählt zu einer der Haupteinnahmequellen für den überwiegenden Anteil der Bevölkerung und dient vielen Menschen zur Selbstversorgung. Dennoch lebt ein Drittel der Menschen unterhalb der nationalen Armutsgrenze – laut Human Development Index liegt das Land auf Platz 154 von 189 (Stand 2017).Exportgüter wie beispielsweise Kaffee, Tee, Baumwolle und Cashewnüsse werden an die wichtigsten Abnehmerländer die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Südafrika, Schweiz und Deutschland verkauft. Tansania verfügt über nur schlecht ausgebaute Straßen und der Schienenverkehr ist fast vollständig stillgelegt. Das Nationalgericht „Ugali“ besteht aus Maisbrei und stellt häufig das Hauptnahrungsmittel der Bewohner dar. Aufgrund der zahlreichen ethnischen Gruppen wird Tansania durch unterschiedliche Religionen – wie dem Islam, dem Christentum oder dem Katholizismus geprägt. Das Land ist bekannt für die aufwendigen Ebenholzschnitzereien der Makonde sowie die beeindruckende Natur und Tierwelt.

Quellen: Human Development Report 2017 (UN); Auswärtiges Amt 2013; 2010-2015 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Tansania.de; Liportal/GIZ; h-age.net Tansania; Wirtschaftskammer Österreich 2019; laenderdaten.info 2017; The Observatory of Economic Complexity 2019; Welt in Zahlen 2019

Tschad

Fläche
1.284.000 km²

Einwohnerzahl
16.877.357 (Juli 2020)

Hauptstadt
N’Djamena

Amtssprache
Arabisch und Französisch

 

Währung
CFA franc (CFAF)

Tschad (offiziell: Republique du Tchad oder auch Jumhuriyat Tshad) ist das fünftgrößte Land Afrikas. Sein Name leitet sich vom gleichnamigen Tschad-See im Westen des Landes ab. Dieser wird von den zwei großen Wasserläufen des Landes, dem Chali und Logone gespeist. Als größter der 16 Staaten Afrikas ohne direkten Zugang zum Meer grenzt der Tschad an die Nachbarländer Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Libyen, Niger, Nigeria und Sudan.

Dem Tschad wird selbst im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas eine besonders hohe Vielfalt an Sprachen und Kulturen zugesprochen. Nicht zuletzt deshalb wird der Region eine besondere Bedeutung in Bezug auf sozialen und kulturellen Austausch in Afrika beigemessen. Derweil belegt der Tschad mit Rang 187 den drittletzten Platz im Ranking des Human Development Index. Über 40% der Gesamtbevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Zugleich ist der Tschad bereitwilliges Aufnahmeland vieler Flüchtlinge aus Nachbarstaaten. So hat der Tschad um die Jahre 2019/2020 über 330.000 Menschen aus dem Sudan (insbesondere Darfur), über 93.000 Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik und 13.900 Menschen aus Nigeria aufgenommen.
Seit dem Jahr 2003 zählt der Tschad zu den Erdölförderländern. Dies geht einher mit erheblichen Erwartungen an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwung. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist dabei weiterhin in der Landwirtschaft tätig. Baumwolle, die zwischen den Flüssen Chali und Logone als Zuflüsse zum Tschadsee angebaut wird, gehört dabei zu den zentralen Exporteinnahmequellen, während die Verarbeitung von Roh-Baumwolle einen erheblichen Teil der wenigen Industriearbeitsplätze im Land sicherstellt.
Quellen: Central Intelligence Agency (2020). Chad, In: The world factbook. CIA (Hrsg.) URL <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/cd.html>, letzter Abruf 03.06.2020,
Jones, Douglas Henry & Grove, Alfred Thomas (2019). Chad, In: Encyclopædia Britannica (Hrsg.), URL <https://www.britannica.com/place/Chad/Settlement-patterns>, letzter Abruf 03.06.2020

Uganda

Fläche
241.038 km²

Einwohnerzahl
43.252.966 (2020)

 

 

Hauptstadt
Kampala

Amtssprache
Englisch, Swahili

Währung
Uganda-Schilling

 

Uganda ist ein Binnenstaat in Zentral-Ostafrika und grenzt an die Nachbarländer Demokratische Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Sudan sowie Tansania. Gemeinsam mit Tansania und Kenia teilt sich Uganda eine Grenze durch den Lake Victoria See, den größten tropischen und zweitgrößten Trinkwassersee der Welt. Zu den größten Flüssen des Landes zählen der Victoria Nil und der Albert Nil.

Nicht zuletzt die 32 in Uganda beheimateten Sprachen sind Zeugnis der ethnischen und kulturellen Vielfalt des Landes. Zugleich prägt Uganda eine der am schnellsten wachsenden Bevölkerungen der Welt. Nahezu die Hälfte der Bevölkerung ist unter 14 Jahre alt. Trotz ökonomischer und sozialer Herausforderungen ist Uganda derweil Aufnahmeland von über 1,4 Mio. Flüchtlingen und Asylsuchenden (Stand 2020) aus anderen afrikanischen Staaten, wie dem Süd-Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, Burundi, Somalia, Ruanda und Eritrea. Mit offiziell knapp 3,3 Millionen Einwohner*innen ist die Hauptstadt Kampala die größte Stadt des Landes. Drei-Viertel der Bevölkerung leben auf dem Land. Landwirtschaft ist der zentrale Wirtschaftssektor. In ihm sind 72% der arbeitsfähigen Bevölkerung beschäftigt, ein wesentlicher Teil davon als Subsistenzbauern und Bäuerinnen, die vornehmlich für den Eigenbedarf produzieren. Die Erdölgewinnung und dessen Export spielen eine zunehmende Rolle für die ugandische Wirtschaft. Neben Kaffee und Tee ist Baumwolle als drittwichtigstes landwirtschaftliches Exportgut besonders wichtig. Für schätzungsweise 250.000 Haushalte bildet der Verkauf von Baumwolle die Haupteinnahmequelle. Diese wird in der Regel von Kleinbauern durch Regenfeldbau angebaut. Bewirtschaftet werden dabei Flächen von im Schnitt nicht mehr als einem halben Hektar. Während ein wesentlicher Teil der Baumwolle exportiert wird, verfügt Uganda über eine kleine einheimische Textilbranche. Baumwolle wird entsprechend nach der Entkörnung durch Spinnereien, Webereien, Färbereien und Schneidereien im Land vom Rohstoff bis zum Endprodukt weiterverarbeitet und Textilen in geringem Umfang somit ‚from field to fashion‘ in Uganda gefertigt.

Central Intelligence Agency (2020). Uganda, In: The world factbook. CIA (Hrsg.), URL <https://www.cia.gov/library/publications/resources/the-world-factbook/geos/ug.html>, letzter Abruf 14.08.2020

Cotton Development Organisation – CDO (2015) Overview of Cotton Industry in Uganda, Ministry of Agriculture, Animal Industry & Fisheries (Hrsg.); URL <http://www.cdouga.org/>, letzter Abruf 28.08.2020

Khisa, Isaac (2017, 31 Oktober) Uganda’s textile industry picking up the threads, In: The Independent, URL: <https://www.independent.co.ug/ugandas-textile-industry-picking-threads/>, letzter Abruf 28.08.2020

Kokole, Omari H. et al (2020) Uganda, In: Encyclopædia Britannica (Hrsg.), URL <https://www.britannica.com/place/Uganda/Land#ref37598>, letzter Abruf 28.08.2020