Äthiopien

Fläche
1.104.300 km²

Einwohnerzahl
111.238.354

 

Hauptstadt
Addis Abeba

Amtssprache
Amharisch

 

Währung
Äthiopischer Birr

 

Äthiopien ist das zehntgrößte Land in Afrika und grenzt an die Staaten Eritrea, Sudan, Südsudan, Kenia, Somalia und Dschibuti. Die Hauptstadt, Addis Abeba, stellt das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes dar und ist mit circa 3 Millionen Einwohnern die größte Stadt. Äthiopien liegt zur Hälfte auf 1200 Metern Höhe, daher ist auch das Klima innerhalb des Landes sehr unterschiedlich. Denn obwohl es in den Tropen liegt, gibt es durch die Höhenunterschiede sowohl feucht-heiße Gebiete als auch gemäßigtes Klima. Die Hauptregenzeit liegt zwischen Juni und September.

Der ostafrikanische Staat verfügt über ein großes Wasservorkommen, denn insgesamt fließen 14 Flüsse, darunter auch der blaue Nil, durch Äthiopien, jedoch werden diese Ressourcen nur zum Teil genutzt. Mit knapp über 94 Millionen Einwohnern ist Äthiopien nach Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas, von dem ein Großteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Laut Human Development Index liegt das Land auf Platz 173 von 189. Die Regierung hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen die Entwicklung des Landes voranzutreiben und die Lebensverhältnisse zu verbessern. Auch das positive Wirtschaftswachstum trug dazu bei, dass Themen wie Bildung, Gesundheit und Armut stetig mehr umgesetzt werden konnten. Etwa 80% der Menschen leben auf dem Land. Der Vielvölkerstaat teilt sich mit einer hohen Anzahl von Ethnien und Sprachen in etwa 80 Gruppen, in denen oft ein sehr starkes Traditionsbewusstsein herrscht. In den letzten Jahren ist das Land zu einem immer interessanteren Reiseziel für Touristen geworden. 2013 wurde es sogar als eines der 10 beliebtesten Reiseziele benannt.

Quellen: Human Development Report 2017 (UN); Auswärtiges Amt 2015; Liportal/GIZ; Wirtschaftskammer Österreich 2019; OEC: Das Observatorium für Wirtschaftliche Komplexität 2019; Laenderdaten.info 2017

Benin

Fläche
112.662 km²

Einwohnerzahl
11.423.000 (2018)

Hauptstadt
Porto Novo

Amtssprachen
Französisch, Fon, Yoruba

 

Währung
CFA-Franc BCEAO

 

Benin liegt in Westafrika. Das kleine Land hat Grenzen zu Nigeria, Niger, Burkina Faso, Togo und im Süden ans Meer, an den Golf von Guinea. Das Klima ist geographisch in zwei Bereiche gegliedert: Im Norden herrscht trockenes Süd-Sahel-Klima, im Süden tropisch-feuchtes Klima.

In Cotonou, Hauptort an der Küste Benins und wirtschaftliches Zentrum des Landes, blüht der Handel mit Gebrauchtautos. Doch der Eindruck vom blühenden Wirtschaftsleben in der quirligen Stadt zeigt nicht die ganze Wahrheit: Benin zählt, wie auch die übrigen Länder, in denen Cotton made in Africa aktiv ist, zu den ärmsten Regionen der Erde. Fast die Hälfte der Menschen lebt in extremer Armut. Das heißt sie müssen mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen. Das Land ist hochverschuldet und leidet unter seiner schlechten wirtschaftlichen Infrastruktur. Entsprechend stehen Armutsbekämpfung und Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Vordergrund der Regierungspolitik. Die Landwirtschaft ist wichtiger Wirtschaftsfaktor – und baut im Wesentlichen auf Baumwolle.
Knapp die Hälfte der beninischen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft. Vorwiegend bauen die Landwirte Mais, Maniok, Yamswurzel, Süßkartoffeln und Hülsenfrüchte für den Eigenbedarf und für den lokalen Markt an. Cashewnüsse und Ananas sind wichtige Exportprodukte, am meisten aber führen die Beniner Baumwolle aus. Die Abhängigkeit von der Landwirtschaft und insbesondere vom Baumwollexport – der bis zu 40 Prozent der Exporteinnahmen ausmacht – macht Benin als Land empfindlich gegenüber den Auswirkungen des regionalen Klimas, aber auch von den globalen Marktpreisen.
Neben den Schulungen zur Steigerung der Baumwollerträge und somit Einkommen unterstützt CmiA gemeinsam mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand den Aufbau der Schulinfrastruktur in den ländlichen Baumwoll-Anbaugebieten. Zudem besuchte der Star- und Fashionfotograf Albert Watson im Auftrag der Aid by Trade Foundation das westafrikanische Land, um abseits jeglicher Stereotype die Menschen, die im Mittelpunkt von CmiA stehen, zu fotografieren. Die Bilder wurden anschließend im Rahmen einer großen Retrospektive in den Hamburger Deichtorhallen sowie im Rahmen der Ausstellung „Albert Watson: 14 days in Benin“ im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln ausgestellt.
Quellen: Human Development Report 2017 (UN); The World Fact Book 2014, Auswärtiges Amt 2013; World Development Indicators 2014;2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5.; Wirtschaftskammer Österreich 2019; OEC: Das Observatorium für Wirtschaftliche Komplexität 2019; LIPortal 2018; Laenderdaten.info 2017

Burkina Faso

Fläche
274.000 km²

Einwohnerzahl
19.742.715 (2018)

Hauptstadt
Ouagadougou

Amtssprache
Französisch

 

 

Währung
CFA – Franc BCEAO

Mitten in Westafrika liegt das „Land der Aufrechten“, wie der auf einem Hochplateau liegende Binnenstaat auf Deutsch heißt. Burkina Faso grenzt an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana sowie die Côte d’Ivoire. Es herrscht ein tropisches Wechselklima mit Regen- und Trockenzeiten. Rund ein Viertel des Landes – die Wüstengebiete der Sahelzone – ist von extremer Trockenheit geprägt. In den vergangenen Jahren haben extreme Klimaerscheinungen, wie große Trockenheiten und Überschwemmungen, stark zugenommen. Dies trifft vor allem die arme Bevölkerung des Landes, die zu 90 Prozent Subsistenzwirtschaft betreibt, also ihre Nahrungsmittel für den Eigenbedarf selbst anbauen.

Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländern der Welt; im Human Development Index der Vereinten Nationen steht das Land auf Rang 183 von 189. Mit 44,6 Prozent lebt fast die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, d.h. ihnen steht weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung. Das Bildungsniveau ist niedrig: Die Analphabetenrate liegt bei über 70 Prozent. Geschwächt wird das gesamte Land durch die weite Verbreitung von HIV und Aids. Die hohe Zahl der Infektionen in der produktiven Bevölkerung werden auch in absehbarer Zukunft eine nennenswerte Entwicklung der Volkswirtschaft und die Industrialisierung des Landes erschweren. Der Staatshaushalt besteht fast vollständig aus Entwicklungshilfegeldern.
Baumwolle: Herzstück der burkinischen Wirtschaft
Bis heute ist Baumwolle das Herzstück der burkinischen Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt wird mit bis 39 Prozent durch den Baumwollsektor erarbeitet, ca. 18 Prozent der Menschen leben vom Baumwollanbau. Die hohen Deviseneinnahmen aus den Baumwollexporten begründen den steigenden Wert der Baumwollproduktion für die wirtschaftliche Entwicklung Burkina Fasos, aber auch die wachsende Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung von einem einzigen Exportprodukt und vom Klima der Region.
Neben den Schulungen zur Steigerung der Baumwollerträge und somit Einkommen unterstützt CmiA gemeinsam mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand den Aufbau der Erwachsenenbildung in den ländlichen Baumwoll-Anbaugebieten.

Quellen: Human Development Report 2017 (UN); The World Fact Book 2014, Auswärtiges Amt 2013; World Development Indicators 2014; 2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5. Wirtschaftskammer Österreich 2019; OEC: Das Observatorium für Wirtschaftliche Komplexität 2019; LIPortal 2018; Laenderdaten.info 2017 Aktuelle Informationen zu Burkina Faso bekommen Sie unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Côte d’Ivoire

Fläche
322.463 km²

Einwohnerzahl
25.609.000 (2018)

 

Hauptstadt
Yamoussoukro

Amtssprache
Französisch

 

Währung
CFA-Franc BCEAO

 

Côte d’Ivoire (offizieller Name: République de Côte d’Ivoire) ist ein Staat in Westafrika mit einer rund 500 Kilometer langen Küstenlinie am Golf von Guinea. Die Tierwelt in Côte d’Ivoire ist besonders artenreich, die Stoßzähne des Elefanten, die als Elfenbein gehandelt wurden, gaben dem Land seinen Namen. Die ethnische und sprachliche Vielfalt der Côte d’Ivoire ist groß, es gibt ca. 60 Volksgruppen, die lange friedlich zusammenlebten. Eheschließungen zwischen verschiedenen Ethnien sind vor allem in den Städten keine Seltenheit. Neben der Amtssprache Französisch werden über 70 Landessprachen gesprochen.

Bis Anfang der 1980er Jahre war Côte d’Ivoire ein Musterbeispiel für Stabilität und wirtschaftlichen Erfolg in Afrika. Exporterlöse aus Kakao und Kaffee garantierten jahrelang einen relativen Wohlstand. Laut Human Development Index der Vereinten Nationen steht das Land aktuell allerdings auf Rang 170 von 189. Circa 24% der Bevölkerung lebt in extremer Armut, das heißt, ihnen steht weniger als 1,25 Dollar pro Tag zur Verfügung. Sehr viele der Haushalte haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, was die Verbreitung von Krankheiten wie Cholera, Typhus, Tuberkulose, Gelbfieber sowie Hepatitis A und Hepatitis B begünstigt. Trotz des obligatorischen Grundschulbesuches ist die Analphabetenrate mit über 40 Prozent noch immer sehr hoch.
Die Landwirtschaft, in der knapp die Hälfte der Menschen arbeitet, ist nach wie vor der dominierende Wirtschaftszweig Côte d’Ivoires, der von großen Rohstoffvorkommnissen und fruchtbaren Böden profitiert. Kakao war lange die Hauptquelle der Exporteinnahmen, doch mittlerweile ist die Bedeutung des Kakaos zugunsten des Erdöls zurückgegangen. Ein weiteres wichtiges landwirtschaftliches Produkt ist der Kaffee. Weitere wichtige Produkte sind Palmöl, Kokosnüsse, Zuckerrohr, tropische Früchte und Baumwolle.
Quellen: Human Development Report 2017 (UN); The World Fact Book 2014, Auswärtiges Amt 2012; World Development Indicators 2014;2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5.; Wirtschaftskammer Österreich 2019; Laenderdaten.info 2017; liportal.de 2019; Welt in Zahlen 2019
Aktuelle Informationen zu Côte d’Ivoire bekommen Sie unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Kamerun

Fläche
475.442 km²

Einwohnerzahl
25.640.965 (2018)

 

Hauptstadt
Yaoundé

Amtssprache
Französisch, Englisch

 

Währung
CFA-Franc BEAC

 

Kamerun wird aufgrund seiner Diversität auch das „Afrika in Miniatur“ genannt. An der Westküste Kameruns gelegen teilen sich Klima und Landschaftsbild in zwei Zonen auf. Durch die Lage im Bereich des äquatorialen Regenklimas ist der Süden Kameruns sehr feucht und niederschlagsreich. Dichte tropische Regenwälder bestimmen das Bild mit ihren unzähligen Baumarten. Nach Norden wird es zunehmend trockener. Hier erstreckt sich ein großer Teil der Sahelzone über das Land. Kamerun besitzt eine gemeinsame Grenze mit sechs weiteren Ländern: Nigeria, Zentralafrika, Tschad, Äquatorialguinea, Gabun und die Republik Kongo. Mehr als 240 verschiedene Ethnien und eine linguistische Vielfalt von mehr als 230 Sprachen prägen das kulturelle Leben Kameruns und stellen den besonderen Reiz des Landes dar.

Aufgrund günstiger landwirtschaftlicher Bedingungen ist Kamerun eines der höchstdotierten Rohstoffexport-Volkswirtschaften in Afrika südlich der Sahara. 61,6% der Beschäftigten arbeiteten 2018 in der Landwirtschaft. Neben Holz und Kakao zählt Baumwolle zu den wichtigen Erzeugnissen des Landwirtschaftssektors. Trotz dieser natürlichen Ressourcen sieht sich das Land mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert. Im Human Development Index (HDI) belegt Kamerun Platz 151 von 189 erfassten Ländern. Eine der größten Herausforderungen ist die starke Ausbreitung von HIV und Aids. Weitere Probleme sind das stagnierende Pro-Kopf-Einkommen, eine relativ ungleiche Verteilung vom Einkommen, fehlende Infrastruktur und Korruption.

Quellen: Human Development Report 2017, The World Factbook 2014, 2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5.; Wirtschaftskammer Österreich 2019; liportal.de 2019; laenderdaten.info 2017; The Observatory of Economic Complexity 2019; Auswärtiges Amt 2019

Mosambik

Fläche
801.590 km²

Einwohnerzahl
29.500.000 (2018)

 

Hauptstadt
Maputo

Amtssprache
Portugiesisch

 

Währung
Metical

 

Mosambik hat eine überwiegend kleinbäuerlich geprägte Gesellschaft, die sich aus vielen Bevölkerungsgruppen zusammensetzt. Während der überwiegende Teil der Bevölkerung im ländlichen Raum lebt, gehört die Hauptstadt Maputo zu den am schnellsten wachsenden Metropolen Afrikas, in der sich ein urbaner Lebensstil entwickelt und sich europäische und afrikanische Einflüsse stark vermischen. Hier pulsiert eine lebendige Kulturszene.
An der Südostküste Afrikas gelegen erstreckt sich Mosambik von Tansania bis zum Maputo an der Grenze zu Südafrika und Swasiland. Im Westen grenzt es an Simbabwe und Sambia und Malawi. Die Ostküste liegt der Insel Madagaskar gegenüber. Der größte Fluss der Region, der Sambesi, mündet an der „Straße von Mosambik“ in den Indischen Ozean.

Trotz der wirtschaftlichen Stabilisierungsversuche Ende der 1980er Jahre rangiert das Land im Human Development Report (HDR) der Vereinten Nationen mit Rang 185 von 187 des Human Development Indexes (HDI). Etwa 60 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut. HIV/Aids, von dem 11 Prozent der Bevölkerung betroffen sind, häufige Dürreperioden und Ernteausfälle sind die maßgeblichen Faktoren, warum das Land einen der hinteren Plätze auf dem Wohlstandindex belegt.
Durch eine hohe Einschulungsrate hat Mosambik zwar substantielle Erfolge im Schulbereich zu verzeichnen, nichtsdestotrotz ist der Schulsektor nicht ausreichend ausgebaut; die Rate der Schüler, die einen Abschluss erlangen, ist gering, sodass über die Hälfte der Mosambikaner kann nicht lesen, schreiben oder rechnen.
Etwa 80 Prozent der Bevölkerung Mosambiks sind in der Landwirtschaft tätig. Sie betreiben überwiegend Subsistenzwirtschaft, um ihren Bedarf an Grundnahrungsmitteln zu decken. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Baumwolle, Cashewnüsse, Zucker, Sisal, Kopra und Tee sowie Garnelen und Langusten.
Nur die Hälfte der Bevölkerung verfügt einen angemessenen Anschluss an Trinkwasser. Hier setzt CmiA mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand an: Zur Verbesserung der Wasserversorgung und der Hygiene in den abgelegenen Baumwollanbaugebieten Mosambiks werden Brunnen gebaut.
Quellen: Human Development Report 2013 (UN); The World Fact Book 2014; Auswärtiges Amt 2013; World Development Indicators 2014; 2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5Aktuelle Informationen zu Mosambik bekommen Sie unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Nigeria

Fläche
923.770 km²

Einwohnerzahl
195.900.000 (2018)

 

 

Hauptstadt
Abuja

Amtssprache
Englisch

 

Währung
Naira

 

Nigeria wird häufig auch als „Gigant Afrikas“ bezeichnet und stellt in Westafrika eine Regionalmacht dar. Mit circa 194 Millionen Einwohnern ist das Land nicht nur das bevölkerungsreichste Afrikas, sondern gehört auch zu den weltweit acht größten Erdölexporteuren. Das an der Westküste Afrikas gelegene Nigeria hat mit der Atlantikküste im Süden nur eine einzige natürliche Grenze; Nachbarländer sind Benin im Westen, Niger im Norden, Tschad im Nordosten und Kamerun im Osten. Insgesamt ist Nigeria zweieinhalbmal so groß wie Deutschland.
Obwohl Nigeria eine große Artenvielfalt aufweist, sind einige Tierarten vom Aussterben bedroht. Daher wurden zu deren Schutz  sowie zur Förderung des Tourismus Nationalparks errichtet, in denen mehr als 50 verschiedene Säugetierarten sowie mehr als 300 unterschiedliche Vogelarten zu finden sind.

Nigeria ist der zehntgrößte Erdölproduzent der Welt und der größte innerhalb Afrikas, doch hat das Land durch die starke Erdöl- und Erdgasförderung mit massiven ökologischen Problemen zu kämpfen. Starke Umweltverschmutzung, die Zerstörung von Ackerflächen und Wäldern, die Verseuchung fischreicher Gewässer und die zunehmende Luftverschmutzung machen dem Land zu schaffen und haben schon vielen Menschen das Leben gekostet. Durch das Erdöl sind insgesamt etwa 90% des Grundwassers verseucht. Im Jahr 2018 begann die Regierung Nigerias mit Säuberungsmaßnahmen im Nigerdelta, wo die größten Umweltprobleme zu finden sind. Allerdings könnten diese Maßnahmen bis zu 25 Jahre dauern, um die Verschmutzung der Landschaft zu beseitigen.
Wirtschaftlich hat sich das Land im zweiten Quartal 2017 allmählich aus der schlimmsten Rezession seit 25 Jahren erholt. Gründe dafür liegen unter anderem in der Steigerung der Erdölförderleistung, Erholung des Erdölpreises sowie der verbesserten Leistung in der Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor. Circa 70% der Bevölkerung sind im Sektor der Landwirtschaft tätig, in dem 2016 etwa 26% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet wurden.
Mit mehr als 400 unterschiedlichen Sprach- und Volksgruppen bildet Nigeria einen Vielvölkerstaat. Ethnische Zugehörigkeit ist dort sehr wichtig, denn die meisten Einwohner identifizieren sich eher über diese als über die Nationalität. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Gruppen werden im Land über 400 Sprachen gesprochen. Die extreme Armut hat in den vergangenen Jahren weiter zugenommen, sodass nun fast die Hälfte der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze lebt. Laut dem Human Development Report liegt Nigeria auf Rang 157 von 189.
Quellen: Auswärtiges Amt, Statistisches Bundesamt, LIPortal, wko.at, Human Development Report 2017

Sambia

Fläche
752.618 km²

Einwohnerzahl
17.351.822 (2018)

 

Hauptstadt
Lusaka

Amtssprache
Englisch

 

Währung
Sambischer Kwacha

 

Sambia ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika und liegt auf dem zentralafrikanischen Plateau; die Hauptstadt Lusaka im Süden liegt auf einer Höhe von ca. 1.300 Metern. Durch die Höhenlage hat Sambia ein gemäßigtes, tropisches Klima.
Sambia ist etwa doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland und hat über 17 Millionen Einwohner. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen liegt u.a. aufgrund der hohen Sterblichkeit durch die Immunschwächekrankheit Aids bei nur 62 Jahren; die HIV-Infektionsrate liegt im weltweiten Vergleich extrem hoch. Die Regierung Sambias investiert jedoch stark in den Gesundheitssektor des Landes, insbesondere in die Bekämpfung von HIV und Aids.

Trotz des gemäßigten Klimas, ausreichender Wasserressourcen, guter Böden und reichhaltiger Bodenschätze wie Kupfer, Kobalt und Edelsteinen gehört Sambia aber zu den ärmsten Ländern der Welt. Es rangiert auf Platz 144 von 189 des Human Development Indexes. 68,5 % der Bevölkerung muss mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen. Ein Grund hierfür ist die nur einseitige wirtschaftliche Entwicklung des Landes, das lange Zeit fast ausschließlich auf den Kupferabbau setzte.
Hoffnung setzen die Sambier auf den Tourismus. Zwar bleibt der Massentourismus aufgrund fehlender Infrastruktur noch aus, Naturattraktionen wie die zahlreichen Nationalparks und die berühmten Victoriafälle bergen jedoch große Potentiale. Gespeist wird die wohl berühmteste sambische Sehenswürdigkeit durch den Fluss Sambesi, welcher dem Land seinen Namen gab. Die Tier- und Pflanzenwelt Sambias ist durch die geographische Vielfalt besonders artenreich.
Da Bildung der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung ist unterstützt CmiA neben dem Landwirtschaftsbereich gemeinsam mit Partnern der öffentlichen und privaten Hand den Aufbau der Schulinfrastruktur in den ländlichen Baumwollanbaugebieten. So wird zahlreichen Kinder der Zugang zu Bildung ermöglicht.
Aktuelle Informationen zu Sambia bekommen Sie unter anderem auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.
Quellen: Human Development Report 2017 (UN); Auswärtiges Amt 2014; World Development Indicators 2014;2010-2014 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Digitale Kommunikation Referat L 5.; Wirtschaftskammer Österreich 2019; liportal.de 2019; laenderdaten.info 2017; The Observatory of Economic Complexity 2019; Welt in Zahlen 2019

Tansania

Fläche
945.087 km²

Einwohnerzahl
56.318.348 (2018)

 

Amtssprachen
Englisch, Swahili

Hauptstadt
Dodoma

Währung
Tansania-Schilling

 

Tansania ist ein Staat in Ostafrika und liegt am Indischen Ozean. Es grenzt an die Nachbarländer Uganda im Norden, Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo im Westen sowie Sambia, Malawi und Mosambik im Süden. Obwohl Daressalam die größte Stadt des Landes ist und den Regierungssitz innehat, ist Dodoma die offizielle6 Hauptstadt. Im gesamten Staat leben circa 5 Millionen Menschen und mit 64 Einwohnern pro km² ist der Staat wesentlich dünner besiedelt als beispielsweise Deutschland mit 237 Einwohnern pro km².

In Tansania herrscht – vor allem an der Küste – tropisches Klima. Es ist ganzjährig feucht und heiß und die Naturlandschaften zählen zu den atemberaubendsten der ganzen Welt. Landesweit werden etwa aufgrund der ethnischen Vielfalt 100 Sprachen gesprochen. Die Landwirtschaft zählt zu einer der Haupteinnahmequellen für den überwiegenden Anteil der Bevölkerung und dient vielen Menschen zur Selbstversorgung. Dennoch lebt ein Drittel der Menschen unterhalb der nationalen Armutsgrenze – laut Human Development Index liegt das Land auf Platz 154 von 189 (Stand 2017).Exportgüter wie beispielsweise Kaffee, Tee, Baumwolle und Cashewnüsse werden an die wichtigsten Abnehmerländer die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Südafrika, Schweiz und Deutschland verkauft. Tansania verfügt über nur schlecht ausgebaute Straßen und der Schienenverkehr ist fast vollständig stillgelegt. Das Nationalgericht „Ugali“ besteht aus Maisbrei und stellt häufig das Hauptnahrungsmittel der Bewohner dar. Aufgrund der zahlreichen ethnischen Gruppen wird Tansania durch unterschiedliche Religionen – wie dem Islam, dem Christentum oder dem Katholizismus geprägt. Das Land ist bekannt für die aufwendigen Ebenholzschnitzereien der Makonde sowie die beeindruckende Natur und Tierwelt.

Quellen: Human Development Report 2017 (UN); Auswärtiges Amt 2013; 2010-2015 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Tansania.de; Liportal/GIZ; h-age.net Tansania; Wirtschaftskammer Österreich 2019; laenderdaten.info 2017; The Observatory of Economic Complexity 2019; Welt in Zahlen 2019

Tschad

Fläche
1.284.000 km²

Einwohnerzahl
16.877.357 (Juli 2020)

Hauptstadt
N’Djamena

Amtssprache
Arabisch und Französisch

 

Währung
CFA franc (CFAF)

Tschad (offiziell: Republique du Tchad oder auch Jumhuriyat Tshad) ist das fünftgrößte Land Afrikas. Sein Name leitet sich vom gleichnamigen Tschad-See im Westen des Landes ab. Dieser wird von den zwei großen Wasserläufen des Landes, dem Chali und Logone gespeist. Als größter der 16 Staaten Afrikas ohne direkten Zugang zum Meer grenzt der Tschad an die Nachbarländer Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Libyen, Niger, Nigeria und Sudan.

Dem Tschad wird selbst im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas eine besonders hohe Vielfalt an Sprachen und Kulturen zugesprochen. Nicht zuletzt deshalb wird der Region eine besondere Bedeutung in Bezug auf sozialen und kulturellen Austausch in Afrika beigemessen. Derweil belegt der Tschad mit Rang 187 den drittletzten Platz im Ranking des Human Development Index. Über 40% der Gesamtbevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Zugleich ist der Tschad bereitwilliges Aufnahmeland vieler Flüchtlinge aus Nachbarstaaten. So hat der Tschad um die Jahre 2019/2020 über 330.000 Menschen aus dem Sudan (insbesondere Darfur), über 93.000 Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik und 13.900 Menschen aus Nigeria aufgenommen.
Seit dem Jahr 2003 zählt der Tschad zu den Erdölförderländern. Dies geht einher mit erheblichen Erwartungen an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwung. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist dabei weiterhin in der Landwirtschaft tätig. Baumwolle, die zwischen den Flüssen Chali und Logone als Zuflüsse zum Tschadsee angebaut wird, gehört dabei zu den zentralen Exporteinnahmequellen, während die Verarbeitung von Roh-Baumwolle einen erheblichen Teil der wenigen Industriearbeitsplätze im Land sicherstellt.
Quellen: Central Intelligence Agency (2020). Chad, In: The world factbook. CIA (Hrsg.) URL <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/cd.html>, letzter Abruf 03.06.2020,
Jones, Douglas Henry & Grove, Alfred Thomas (2019). Chad, In: Encyclopædia Britannica (Hrsg.), URL <https://www.britannica.com/place/Chad/Settlement-patterns>, letzter Abruf 03.06.2020

Uganda

Fläche
241.037 km²

Einwohnerzahl
42.720.000 (2018)

 

 

Hauptstadt
Kampala

Amtssprache
Englisch, Swahili

Währung
Uganda-Schilling

 

Der ostafrikanische Staat Uganda grenzt an die Nachbarländer Kenia, Sudan, die Demokratische Republik Kongo, Ruanda sowie Tansania und liegt auf einem Plateau circa 100m über dem Meeresspiegel. Ungefähr 1/5 der Landesfläche besteht aus Seen und Sümpfen.
Das Klima in Uganda ist tropisch warm, wird jedoch durch die Höhenlage deutlich abgekühlt.
Wie auch die meisten anderen afrikanischen Länder ist Uganda ein Vielvölkerstaat. In dem Land leben circa 40 Nationalitäten, die aufgrund ihrer Kultur und Sprache zwei Hauptblöcke bilden: die Bantuvölker im Süden und die Niloten und Nilohamiten im Norden. Ugandas Bevölkerungswachstum zählt zu den höchsten der Welt und nimmt Platz 9 mit einem Bevölkerungswachstum von 3,24% beim Human Development Index (HDI) ein.

Nach jahrzehntelangen gewaltsamen Konflikten hat sich Uganda in den vergangenen Jahren zu einem stabilen Staat in Ostafrika entwickelt. Das Land engagiert sich für Frieden und Sicherheit in der Region und treibt die Integration Ostafrikas aktiv voran. Jedoch haben Kriege und Terror Spuren hinterlassen und belasten das Land noch heute. Es rangiert laut Human Development Index auf Platz 162 von 189 (Stand 2017) und zählt somit zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Nach der Machtübernahme durch den heutigen Präsidenten Yoweri Museveni im Jahr 1986 wurden jedoch mit einer umfassenden Reformpolitik vielfältige Erfolge erzielt. So hat Uganda sichtbare Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zu verzeichnen.
In Uganda leben ca. 77% der Menschen auf dem Land. Die Landwirtschaft stellt auch aufgrund guter Voraussetzungen die Haupteinnahme- und Versorgungsquelle dar. Darüber hinaus verfügt Uganda über weitere Naturressourcen wie zum Beispiel Kupfer, Erdöl oder Kobalt.
Das Christentum ist mit über 85% die größte Religion des Landes.
Das lokale Kulturleben ist durch die große ethnische und sprachliche Vielfalt geprägt. Im Mittelpunkt stehen Musik, Tanz und Theater sowie das lokale Kunsthandwerk.
Quellen: Human Development Report 2017 (UN); Auswärtiges Amt 2015; Liportal/GIZ; GIZ; 2010-2015 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Wirtschaftskammer Österreich 2019; laenderdaten.info 2017; Welt in Zahlen 2019