Alle Partner der textilen Produktionskette sind im CmiA-Tracking System inkludiert und haben eigene Nutzerkonten. Der Workflow von SCOT basiert auf den CmiA-Orderdaten der CmiA-Lizenzpartner (Retailer und Brands), welche regelmäßig in die SCOT Accounts der jeweiligen Lieferanten (Importeure oder Produzenten) hochgeladen werden. Von diesen Aufträgen ausgehend muss jeder Hersteller von Textilprodukten, Stoffen oder Garnen seine entsprechenden CmiA- Ver- und Einkäufe im Tracking System erfassen; jede Transkation muss anschließend durch den entsprechenden Geschäftspartner bestätigt werden.
Auf jedem Produktionslevel wird der Baumwollanteil erfasst, so dass sich am Ende für jeden einzelnen Auftrag die genaue CmiA- Baumwoll-menge ergibt, die entsprechend des CmiA-Massenbilanzsystems nachgefragt wurde.

Das SCOT-Tracking System bietet so ein hohes Level an Transparenz entlang der gesamten Lieferkette und liefert verlässliche Daten hinsichtlich der nachgefragten CmiA-Baumwollmengen.

Derzeit wird das SCOT-Tracking System für die Umsetzung gemäß des CmiA-Massenbilanzsystems genutzt; eine Einbindung des HIP-Systems ist ebenfalls geplant.

SCOT LOGIN

Retailer (CmiA-Lizenznehmer)

  • Stellt regelmäßig die jeweiligen CmiA-Orderdaten inkl. Materialzusammensetzung, Stückzahl und Lieferant (Produzent oder Importeur) zur Verfügung
  • Erhält in SCOT einen Überblick über die dann erfolgte CmiA-Lieferkette inkl. der entsprechend nachgefragten CmiA-Baumwollmengen je CmiA-Order

Importeur

  • Erhält die CmiA-Orderdaten vom jeweiligen Retailer in seinen SCOT Account
  • Leitet die CmiA-Order an seinen jeweiligen Textilproduzenten weiter

Textilproduzent

  • Erhält die CmiA-Orderdaten vom jeweiligen Retailer oder dem vorgeschalteten Importeur in seinen SCOT Account
  • Gibt alle CmiA-Stoff-oder Garneinkäufe von CmiA-registrierten Partnern in seinen SCOT Account ein oder bestätigt diese
  • Ordnet die eingekauften CmiA-Stoff-oder Garnmengen anteilig den CmiA-Orderdaten zu

Stoffproduzent

  • Gibt alle CmiA-Garneinkäufe von CmiA-registrierten Partnern in seinen SCOT Account ein oder bestätigt diese
  • Gibt alle CmiA-Stoffverkäufe an CmiA-registrierte Partner in seinem SCOT Account ein oder bestätigt diese, dabei wird für jeden Stoffverkauf die verwendete Menge an CmiA-Garnen angegeben

Spinnerei

  • Gibt alle CmiA-Garnverkäufe an CmiA-registrierte Partner in seinen SCOT Account ein oder bestätigt diese
  • Bestätigt gemeldete CmiA-Baumwolleinkäufe der CmiA-nominierten Baumwollhändler

Baumwollhändler

  • Gibt seine CmiA-Baumwolleinkäufe von CmiA-verifizierten Baumwollgesellschaften in seinen SCOT Account ein
  • Gibt seine CmiA-Baumwollverkäufe an CmiA-registrierte Spinnereien oder andere Baumwollhändler in seinen SCOT Account ein

Auf Ebene der Spinnerei kann so das System sicherstellen, dass die Spinnerei nicht mehr CmiA-Garne verkauft als sie vorher CmiA-Baumwolle eingekauft hat. Ist der CmiA-Baumwollbestand der Spinnerei rechnerisch aufgebraucht, muss sie CmiA-Baumwolle nachkaufen. Ohne CmiA-Baumwollbestand sind keine weiteren Garn-Transaktionen im SCOT System möglich.

Die gleiche Systematik kommt auf den weiteren Ebenen zum Einsatz; ein Stoffproduzent muss genügend CmiA-Garne einkaufen, um CmiA-Stoffe verkaufen zu können und der Textilproduzent muss vorab CmiA-Einkaufstransaktionen von CmiA-Garnen oder Stoffen tätigen bevor er systemisch CmiA-Order erfüllen kann.

Haben alle Beteiligten in der CmiA-Lieferkette ihre entsprechenden CmiA-Ein-und Verkäufe eingegeben und bestätigt, ergibt sich die gesamte CmiA-Lieferkette für eine CmiA-Order eines Retailers.

Zum Einen bietet das System also die Transparenz entlang der kompletten Lieferkette, zum Anderen kann durch die Zuordnung von Einkaufsmengen zu Verkäufen und durch die Umrechnung von Garnmengen auf Baumwollmengen die entsprechend nachgefragte Menge an CmiA-Baumwolle nachvollzogen werden.

Weitere Zwischenstufen (bspw. Garnhändler, Färbereien) geben entsprechend ebenfalls ihre CmiA-Ein- oder Verkäufe in das System ein oder bestätigen diese in ihren SCOT Accounts.