Alle Beteiligten profitieren

  • Die Kleinbauern und ihre Familien gestalten die Projekte, die ihnen zugutekommen, direkt mit und erhalten Unterstützung in Bereichen, die ihre Lebensqualität wesentlich verbessern können.
  • Die Förderer des Programms tragen mit ihren Mitteln direkt dazu bei, die Lebensbedingungen in den Dorfgemeinschaften zu verbessern und können mithilfe von Wirkungsmessungen über ihr soziales und ökologisches Engagement berichten.
  • Alle Beteiligte schaffen einen echten Mehrwert in den Baumwollanbaugebieten Afrikas.

Mitwirken

Das CmiA Community Kooperationsprogramm ist eine Erfolgsgeschichte, die Sie als Partner der Nachfrageallianz weiterschreiben können. Ihr Unternehmen möchte Förderer des CmiA Community Kooperationsprogramms werden? Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail: info@abt-foundation.org

Unsere CmiA Community Projekte in Zahlen

Mit dem CmiA Community Kooperationsprogramm engagieren sich die Initiative gemeinsam mit den lokalen Baumwollgesellschaften und Textilunternehmen für verbesserte Lebensbedingungen über den nachhaltigen Baumwollanbau hinaus in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Frauenförderung, Umwelt und Naturschutz. Bis 2021 wurden folgende Projekte umgesetzt:

70 + 5
Förderung von Frauenclubs und -projekten
88
Brunnen
3
Gesundheitsstationen
90
Klassenräume
53
Schulgärten
68
Latrinen
66
Kantinen
1
Schlafsaal für Mädchen
22
Gebäude mit Solaranlagen

Gesundheit

Weltweit haben 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. 4,4 Milliarden Menschen verfügen über keine angemessene Sanitärversorgung. Insbesondere Kinder unter 5 Jahren leiden unter den daraus resultierenden, oft tödlichen Krankheiten. Jedes Jahr sterben 361.000 Kinder unter 5 Jahren an Durchfallerkrankungen.* In vielen Projektregionen Subsahara-Afrikas, in denen CmiA aktiv ist, sind mangelnde hygienische Lebensbedingungen und eine unzureichende Gesundheitsversorgung keine Seltenheit. Da zusätzlich das Gesundheitssystem in den meisten Ländern nicht so ausgebaut ist, wie es aufgrund der zuvor genannten Bedingungen notwendig wäre, sorgen diese Umstände oft für Krankheiten, die nicht selten tödlich enden. Verunreinigtes Wasser und mangelnde Hygiene zählen zu den Hauptursachen für die in vielen Ländern immer noch sehr hohe Kindersterblichkeit. Hier setzt CmiA mit Projekten vor Ort an.

Im Rahmen der sogenannten WASH-Projekte (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) werden Sanitäranlagen errichtet, die Dorfbewohner in einfachen Hygienemaßnahmen geschult und Brunnen zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser gebaut. Dieses Paket an Maßnahmen hilft, schwere Krankheiten vorzubeugen und kann in Gebieten mit rudimentärem Gesundheitswesen lebenserhaltend sein.

Neben den WASH-Projekten leistet die Einrichtung von Gesundheitszentren einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den Projektgebieten.

* WHO / UNICEF (2017) Progress on Drinking Water, Sanitation and Hygiene: 2017 Update and Sustainable Development Goal Baselines. Via https://www.unicef.ch/de/medien/medienmitteilungen/21-milliarden-menschen-haben-keinen-zugang-zu-sicherem-trinkwasser

  • BURKINA FASO
    • WASH: Nur 0,1% der Gesamtfläche Burkina Fasos ist mit Wasser bedeckt. Wassermangel und extreme Trockenheit zeichnen dieses Land aus. Die Menschen, zumeist Frauen, müssen sehr weit zur nächsten Wasserquelle laufen, um sauberes Wasser zu bekommen. Oftmals werden nur Regenwasser oder Wassertümpel genutzt, was zu ernsthaften Erkrankungen führen kann. In Zusammenarbeit mit Faso Coton wurden daher 2018/2019 Wasserpumpen in zwei Dörfern errichtet. Dadurch erlangen ca. 3.450 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem finden Trainings zum Thema Trinkwasserhygiene & Krankheiten in den Dörfern statt.
    • Bau von Wasserpumpen: In Burkina Faso liegt der Versorgungsgrad mit Trinkwasser in ländlichen Gebieten nur bei 65 %. Aus diesem Grund wurden ab November 2020 in Zusammenarbeit mit Faso Coton Wasserpumpen in den Dörfern Wayalgui und Lado errichtet. Diese Wasserpumpen können 79 Familien die vier bis zehn Kilometer langen Fußmärsche zur nächsten Wasserquelle ersparen.
  • CÔTE D’IVOIRE
    • WASH: Im Rahmen des WASH Projekts in Kooperation mit der Baumwollgesellschaft COIC wurden 2016/2017 vier Brunnen gebaut. Sie sorgen für eine bessere Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Das Projekt kam zu Projektende 5.160 Bewohnern in vier Dörfern zugute.
    • Gesundheitszentrum: Gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft SECO wurde 2017 die Krankenstation der Kommune Ouangolodougou erweitert und besser ausgestattet. Neben den Fabrikarbeitern, die in den so genannten Entkörnungsanlagen der Baumwollgesellschaft beschäftigt sind, können nun auch ihre Familien und die übrige Dorfbevölkerung der Region die Krankenstation aufsuchen. Insgesamt profitierten zu Projektende insgesamt rund 5.000 Menschen davon.
    • WASH: Aufgrund des großen Bedarfs unterstützte CmiA in Zusammenarbeit mit der Baumwollgesellschaft COIC und mit Unterstützung von bonprix ein weiteres WASH-Projekt in den ländlichen Regionen der Côte d’Ivoire. Fünf Bohrlöcher wurden an fünf Grundschulen gebaut, was für eine verbesserte Versorgung mit sauberem Trinkwasser bei gleichzeitig reduziertem Zeitaufwand für das Wasserholen sorgt. Das Projekt wurde in vier Dörfern umgesetzt. Darüber hinaus wurden insgesamt 21 Latrinen für mehr Sauberkeit im Umkreis der Schulen errichtet. Es wurden je drei Latrinen an sieben Grundschulen in vier Dörfern errichtet. Um den Projekterfolg auch langfristig zu sichern, finden Trainings zum Hygieneverhalten für die Schulkinder und die Dorfgemeinschaft statt.
    • Bau von Wasserpumpen: Die Baumwollgesellschaft Ivoire Coton ist in vielen Gebieten tätig, wo es kein sauberes Trinkwasser gibt. Während der Trockenzeit müssen Frauen weite Strecken zu den Flüssen zurücklegen, um Wasser zu holen. Neben dem Zeitaufwand und der körperlichen Anstrengung, leidet die gesamte Bevölkerung aufgrund der schlechten Wasserqualität. In Zusammenarbeit mit Ivoire Coton wurden daher 2019 Wasserpumpen in den betroffenen Gebieten installiert. Zudem wurden Sensibilisierungsworkshops zum Bau der Pumpen durchgeführt.
  • MOSAMBIK
    • WASH: In 2015 und 2016 wurden auf Initiative von CmiA mit der Baumwollgesellschaft Plexus sowie OTTO & CARE, der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in 20 Dörfern der Baumwollanbauregion Cabo Delgado 10 Brunnen wieder in Stand gesetzt, 10 Brunnen neu erbaut und Sanitäranlagen an 15 Dorfschulen errichtet. Von diesem Investment profitierten zu Projektende über 5.000 Schüler direkt. Erfahren Sie hier mehr.
  • SAMBIA
    • WASH: Durch den Bau von vier Brunnen und 40 Latrinen wurde die Hygienesituation im ländlichen Sambia verbessert. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Baumwollgesellschaft NWK 2016-2018 umgesetzt. Diese Maßnahmen kamen zu Projektende insgesamt rund 4.000 Bewohnern der Region Katete zugute.
  • SIMBABWE
    • WASH: Für sauberes Trinkwasser und Sanitäranlagen sorgte 2015-2017 ein Projekt, das mit Unterstützung der Baumwollgesellschaft Alliance sowie der Welthungerhilfe und OTTO Österreich umgesetzt wurde. Im Rahmen der Initiative wurden zudem 10.000 Hygienebotschafter ausgebildet. Das Projekt trägt maßgeblich dazu bei, die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung in insgesamt 20 Dörfern zu verbessern. Erfahren Sie hier mehr.
  • TANSANIA
    • Gesundheitszentrum: In der Gemeinde Kasoli wurde gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft Alliance 2016 der vorhandene Gesundheitsdienst verbessert, um u.a. die Säuglingssterblichkeit zu reduzieren und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten sicherzustellen.
    • WASH: Ein weiteres Projekt in Kooperation mit der Baumwollgesellschaft Alliance folgte 2017/2018. Im Anschluss an den Bau des Gesundheitszentrums 2016 versorgen nun fünf neue Brunnen und fünf Regenwassernutzungssysteme die Gemeinde Kasoli mit sauberem Trinkwasser für den häuslichen und landwirtschaftlichen Gebrauch.
  • CÔTE D’IVOIRE
    • Bau von Wasserpumpen: In vielen der Ortschaften im Norden der Côte d‘Ivoire gibt es keine permanente Trinkwasserquelle. Während der Trockenzeit ist das Problem wesentlich gravierender. In dieser Zeit sind die Frauen, welche die Haushalte mit Wasser versorgen, gezwungen, es in Flüssen weit entfernt von ihren Dörfern zu holen. Neben der körperlichen Anstrengung, die mit der Suche nach Wasser verbunden ist, treten oft auch gesundheitliche Probleme aufgrund des Verzehrs von Wasser aus verunreinigten Quellen auf. Um den Zugang zu sauberem Trinkwasser für die ländliche Bevölkerung in benachteiligten Gebieten dauerhaft zu verbessern, werden in fünf weiteren Dörfern Wasserpumpen installiert. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Baumwollgesellschaft Ivoire Coton durchgeführt. Es werden 8.601 Dorfbewohnern von dieser Intervention profitieren, welche sich direkt auf die Gesundheit der Bevölkerung und die Unterstützung von Frauen auswirkt.

Bildung

Viele Staaten Subsahara-Afrikas weisen eine hohe Analphabetenrate auf. Für den Mangel an Bildung gibt es oft sehr einfache Gründe: In vielen Fällen ist die Schule zunächst zu weit weg, Gebäude sind baufällig und daher kaum mehr nutzbar, es fehlt an qualifizierten Lehrern und Schulmaterialien. Zusätzlich haben die Eltern oft nicht die benötigten finanziellen Mittel, um ihre Kinder den Besuch der Schule zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund setzt das CmiA Community Kooperationsprogramm einen Schwerpunkt auf die Förderung schulischer Infrastruktur.

Im Rahmen der Bildungsprojekte wird nicht nur Kindern sondern auch Erwachsenen der  Zugang zu Bildung verschafft. Dies ist in vielen Ländern Afrikas ungewöhnlich. Analphabetismus beeinträchtigt die sozio-ökonomische Entwicklung in vielen Staaten Afrikas. Meist haben Erwachsene jedoch keine Möglichkeit, Lesen, Schreiben und Rechnen zu erlernen. Dabei ist dieses elementare Wissen für die Kleinbauern sehr wichtig, um das Potenzial der landwirtschaftlichen Schulungen und anderer Fördermaßnahmen vollständig auszuschöpfen. Bildung ist somit ein wesentlicher Faktor, um nachhaltige Anbaumethoden zu etablieren und so die Lebensbedingungen von Baumwoll-Kleinbauern und ihren Familien zu verbessern.

  • BENIN
    • Schulbau: Gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft I.C.A. sowie der Tchibo GmbH, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurden von 2010 bis 2013 sieben Schulen gebaut, mit diversem Schulmaterial ausgestattet und um Schulkantinen und -gärten erweitert. Dies ermöglichte zu Projektende 760 beninischen Kindern einen Zugang zu Bildung. Erfahren Sie hier mehr.
  • BURKINA FASO
    • Erwachsenenalphabetisierung: In Kooperation mit der Baumwollgesellschaft Faso Coton, sowie der Welthungerhilfe, der lokalen NGO ORGANIC, OTTO Österreich und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) erhielten 2013 durch ein Bildungsprojekt in der Region Bazéga mehr als 5.300 Kleinbauern in Burkina Faso eine Basisbildung in Lesen, Schreiben und Rechnen. Über die Hälfte von ihnen waren Frauen. Erfahren Sie hier mehr.
  • KAMERUN
    • Schulbau: Im Norden Kameruns gibt es nur sehr wenige Grundschulen, was dazu führt, dass diese Regionen im nationalen Vergleich die niedrigsten Einschulungsraten aufweisen. Mit der Baumwollgesellschaft Sodecoton wurde daher 2018 in den Baumwollanbauregionen ein Schulgebäude mit zwei Klassenzimmern sowie zwei Latrinen errichtet. Drei Lehrer unterrichten an der Grundschule ca. 150 Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren.
  • NIGERIA
    • Verbesserung der Schulinfrastruktur: Die Infrastruktur, insbesondere im ländlich gelegenen Babanna ist sehr schlecht. Die Schulen sind stark renovierungsbedürftig und der Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen ist unzureichend. Zudem haben die Lehrer nur eine Grundausbildung. Mit der Baumwollgesellschaft Arewa wurden 2019 Brunnen sowie Latrinen errichtet, die Klassenzimmer renoviert und in die Weiterbildung der Lehrer investiert. Von den Maßnahmen profitieren insgesamt 1.800 Schülerinnen und Schüler sowie 40 Mitglieder des Frauenzentrums. Für sie wurden Nähmaschinen angeschafft sowie Trainings (zum Beispiel Nähen von Erntesäcken) organisiert.
    • Ernährungsprogramm und Frauenförderung: In der Gemeinde Babanna werden hauptsächlich Baumwolle und weitere Nutzpflanzen angebaut, allerdings ist der Zugang zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, insbesondere für Frauen und Kinder, häufig mangelhaft. Um die Ernährungssicherheit der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen und ihrer Kinder zu unterstützen, wurden Schulungen über gute Ernährungspraktiken und -anwendungen durchgeführt. In Kooperation mit der Baumwollgesellschaft Arewa erhielten im Jahr 2020 insgesamt 500 Frauen Schulungen von Ernährungsberatern, wie sie die Familienmahlzeiten besser planen können. Außerdem zeigten ihnen Agronomen, wie Hausgärten anlegt und pflegt werden, damit die Frauen Gemüse und Gartenfrüchte produzieren können. Startpakete, bestehend aus roten Bohnen, Reis und Öl sowie anderen Nahrungsmitteln wurden verteilt.
  • SAMBIA
    • Schulbau: Mit der Baumwollgesellschaft NWK und der Otto Group, sowie der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) wurden 2015 vier Schulen gebaut sowie zwei bestehende Schulgebäude wieder instand gesetzt. Das Projekt ermöglichte 2.900 Kindern eine Chance auf Bildung. Des Weiteren wurden Schulgärten, Sanitäreinrichtungen und insgesamt 17 Brunnen gebaut. Erfahren Sie hier mehr.
    • Schulbau: Mit der Baumwollgesellschaft Cargill und mit Unterstützung von Tchibo wurden 2014 acht neue Schulen gebaut sowie zwei bestehende Schulgebäude instand gesetzt. Das Projekt ermöglichte Kindern vor allem in den ländlichen Regionen eine Schulbildung.
  • TANSANIA
    • Schulbau: Mit der Baumwollgesellschaft Alliance wurden 2018 an sechs verschiedenen Grund- und Sekundarschulen 12 erweiternde Klassenzimmer, ein Schlafsaal für Schülerinnen sowie 30 geschlechtsspezifische Latrinen errichtet. Zudem wurden Tische und Bänke angeschafft. Es profitieren über 600 Schüler der Region.
    • Schulbau: Im Bariadi District in der Simiyu Region war die Schulinfrastruktur mangelhaft. Mit der Baumwollgesellschaft Alliance wurden 2018 insgesamt vier Klassenzimmer und Latrinen an zwei Grundschulen errichtet. Zudem wurden 80 Tische und Bänke angeschafft sowie ein Mädchenschlafsaal rundum ausgestattet, mit sanitären Anlagen, Betten und Matratzen und einer Küche. Die Maßnahmen erreichen ca. 800 Schülerinnen und Schüler.
    • Schulbau: Die einzige weiterführende Schule im Bezirk Ng`haya des Distrikts Magu in der Region Mwanza war dem Druck der kontinuierlich steigenden Schülerzahlen nicht mehr gewachsen – die Einschulungsrate hatte sich von 2018 bis 2020 fast verdoppelt. Gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft Alliance Tanzania wurde 2020 eine zweite Sekundarschule mit insgesamt vier Klassenzimmern und fünf Latrinen gebaut. Außerdem wurde ein Verwaltungsgebäude für die Schule errichtet sowie Tische und Bänke für über 670 Schüler und Schülerinnen angeschafft.
      Für die kurz zuvor fertiggestellte und angrenzende Dr. Otto Grundschule wurde ein Brunnen erbaut für die bessere Versorgung mit sauberem Trinkwasser.
  • UGANDA
    • Ausbildung von Designerinnen:  In Kooperation mit dem Produktionspartner Finespinners Uganda wurde von 2018 bis 2019 ein Designprojekt unterstützt. Vier lokale Designabsolventinnen wurden in einem In-house Designstudio, inklusive entsprechender Hardware und Design-Software, durch eine Designerin ausgebildet, welche Erfahrung mit dem europäischen Markt hat.
  • BENIN
    • Bau einer Schulkantine: In der Gemeinde Kouandé in Benin gehen Kinder häufig nicht zur Schule – weniger als 60 % der Kinder im Schulalter sind in einer Schule eingeschrieben. Für viele Familien ist es sehr schwierig, den kompletten Satz an Schulmaterialien zu finanzieren, welcher für die Schulausbildung der Kinder erforderlich ist. Auch die Kantine in der örtlichen Schule ist in einem schlechten Zustand. Um die Lernbedingungen für die Kinder der Bevölkerung der ländlichen Gemeinde Kouandé zu verbessern, werden im Jahr 2021 durch die Baumwollgesellschaft SODECO 100 komplette Schulkits inklusive Schuluniform gekauft sowie die Fassade des Schulgebäudes renoviert.
      Zudem wird eine moderne Schulküche und eine sich anschließenden Schulmensa mit 250 Plätzen gebaut.
  • CÔTE D’IVOIRE
    • Schulbau: Die Region Tchologo ist die viertärmste Region in Côte d‘Ivoire. Die Einschulungsrate liegt bei nur ca. 35%. Mit der Baumwollgesellschaft SECO wird seit Oktober 2018 daher eine Schule mit sechs Klassenzimmern, inklusive einer Kantine errichtet. Der Bau der Schule wird 300 Schülerinnen und Schüler Bildung ermöglichen. Zudem werden zusätzlich in anderen Schulen Latrinen gebaut.
    • Schulbau: Im Dorf Nawokaha (1.476 Einwohner), sind lediglich 150 Kinder eingeschult – dies entspricht einer Quote von 22,45 %. Diese sehr niedrige Einschulungsrate erklärt sich durch die fehlende schulische Infrastruktur. Um allen Kindern dieses Dorfes die Chance zu geben, eine grundlegende Schulbildung zu erhalten, wird seit 2020, in Zusammenarbeit mit der Baumwollgesellschaft CIDT, eine Schule gebaut. Das Besondere daran ist, dass das Schulgebäude aus ökologischen und nachhaltigen Materialien gebaut wird. Außerdem werden die Schüler und Schülerinnen neben dem normalen Lehrplan auch in der Landwirtschaft im schuleigenen Gemüsegarten geschult.
  • KAMERUN
    • Schulbau: In vielen ländlichen Gegenden Kameruns haben die bestehenden Schulen nicht genügend Klassenräume für die Anzahl der Schüler und Schülerinnen und es gibt nur wenige, unzureichende Latrinen. In vielen Dörfern herrscht eine schlechte Trinkwasserversorgung. Die mangelnde Hygiene und die Verschmutzung des Wassers, insbesondere in der Regenzeit, führt zu sich schnell verbreitenden Krankheiten, wie Cholera.
      In Kooperation mit Sodecoton werden 2021 aus diesem Grund an drei verschiedenen Standorten, in den Dörfern Ngong, Garoua und Maroua, drei Schulgebäude mit jeweils zwei Klassenzimmern und zwei Latrinen gebaut. Von diesen Maßnahmen sollen mindestens 450 Schüler und Schülerinnen profitieren. Zudem wird ein mit Solarkraft betriebener Brunnen und ein Wasserversorgungssystem für 2.000 Dorfbewohner errichtet.
  • SAMBIA
    • Schulbau: Die Gemeindeschule von Lumezi hat keine sicheren Lehr- und Lernstrukturen. Das derzeitige Gebäude besteht aus Stroh und Stöcken mit einem Dach aus Gras. Es sind nicht ausreichend Tische und Bänke für die Schüler vorhanden. In Zusammenarbeit mit der Continental Ginnery Ltd. wird daher seit August 2020 ein ausgestattetes Schulgebäude in Lumezi errichtet, einschließlich Sanitäranlagen und einer Wasserpumpe für die derzeit 310 eingeschriebenen Schüler und Schülerinnen.

Frauenförderung

Die Verbesserung der Lebensbedingungen in Subsahara-Afrika steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Förderung von Frauen. Frauen übernehmen einen sehr großen Teil der Arbeit auf den Feldern, erledigen den Haushalt und kümmern sich um das Wohlergehen ihrer Kinder und der gesamten Familie. Um Frauen den Schritt in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen, unterstützt Cotton made in Africa gemeinsam mit Partnern im Rahmen des CmiA Community Kooperationsprogramms Frauenkooperativen mit einer finanziellen Starthilfe. Diese investieren die Frauen in einkommensschaffende Aktivitäten, wie beispielsweise den Anbau von Gemüse, Tierhaltung, den Aufbau von Dorfläden oder die lokale Verarbeitung von Lebensmitteln. Somit profitieren nicht nur die Frauen, sondern auch ihre Familienangehörigen und Dorfgemeinschaften von dieser Investition.

  • CÔTE D’IVOIRE
    • Diverse Maßnahmen zur Frauenförderung wurden mit der Baumwollgesellschaft Ivoire Coton und C&A, sowie der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) 2011/12 durchgeführt. Dazu zählt bspw. eine Starthilfe für einkommensschaffende Aktivitäten wie Tierhaltung, Dorfläden oder die lokale Verarbeitung von Lebensmitteln für insgesamt 1.250 Frauen. Erfahren Sie hier mehr.
    • Verbesserung der Trinkwasserversorgung und effizientere Kochstellen: Das Dorf Tondeni weist fruchtbaren Boden auf. Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung ist jedoch unzureichend. In Kooperation mit der Baumwollgesellschaft CIDT wurden 2019 Wasserpumpen sowie energieeffiziente Kochstellen gebaut. Ca. 250 Menschen haben so Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten und der Bau der ca. 20 verbesserten Öfen aus Ton hat das zeitaufwendige Holz suchen enorm reduziert.
  • KAMERUN
    • Verbesserung der Lebensbedingungen von Mädchen und Frauen: In den Baumwollanbauregionen im Norden Kameruns gibt es nur sehr wenige Grundschulen, was dazu führt, dass diese Regionen im nationalen Vergleich die niedrigsten Einschulungsraten aufweisen. Vor allem Mädchen werden dann nicht zur Schule geschickt. Des Weiteren gibt es im Gesundheitszentrum nur unzureichende Behandlungsräume, was zur Folge hat, dass schwangere Frauen nicht behandelt werden können. In Kooperation mit der Baumwollgesellschaft Sodecoton wurden 2019 bis 2020 zwei Schulräume sowie zwei Behandlungsräume im Gesundheitszentrum errichtet. Ebenfalls wurden vier Latrinen in unmittelbarer Nähe zum Gesundheitszentrum gebaut.
  • SAMBIA
    • Frauenprojekt zur Hühnerzucht: Gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft Alliance stattete CmiA den Mukuyu Frauenclub der Gemeinde Chisamba 2016/17 mit Materialien zum Stallbau, 500 Hühnern zur Zucht, sowie Startkapital für Futter und Medikamente aus. Alle Clubmitglieder haben ein mehrstufiges Training zur Hühnerhaltung durchlaufen.
    • Frauenprojekt zur Ziegenzucht: Mit der Baumwollgesellschaft CGL Parrogate unterstützte CmiA 2016/17 den Shakunkuma Frauenclub in der Gemeinde Nampundure mit Material für den Bau eines Geheges, 200 Ziegen und 60 Böcken zur Zucht. Zum Startkapital zählte auch Futter für die Tiere, Übernahme anfallender Tierarztkosten und der Kosten für Medikamente sowie Impfungen. Alle Club-Mitglieder erhielten ein zweistufiges Training zur Ziegenhaltung.
    • Frauenprojekt zur Ziegenzucht: Mit der Baumwollgesellschaft Alliance und und mit Unterstützung des italienischen Unternehmens Corman setzte sich CmiA 2017/18 für den Tuyandane Frauenclub in der Gemeinde Nampundwe ein. Ca. 800 Bewohner profitierten. Ihnen wurden Materialien für den Stallbau, 5 Ziegenböcke sowie 35 Ziegen zur Zucht, Medikamente sowie Startkapital für Futter zur Verfügung gestellt. Alle Club-Mitglieder haben ein mehrstufiges Training zur Ziegenhaltung durchlaufen.
    • Diverse Maßnahmen zur Frauenförderung: Um in ländlichen Regionen neue Einkommensquellen zu schaffen, wurden 2018 bis 2019 in Zusammenarbeit mit der Baumwollgesellschaft Grafax, drei sogenannte Women Clubs gefördert. Dazu zählt bspw. eine Geflügelzucht. Die Frauen können so ihr eigenes Einkommen generieren.
      In Kooperation mit der Baumwollgesellschaft Alliance wurden ebenfalls 2018 bis 2019 Frauen gefördert, um gemeinsam ein Baumwollfeld zu bewirtschaften. Zudem unterstützte Alliance die Frauen beim Start weiterer einkommensschaffender Aktivitäten.
      In Zusammenarbeit mit der Baumwollgesellschaft Continental Ginneries wurden 2018 drei Women Clubs gefördert: Aufbau eines Lebensmittelgeschäfts, Anschaffung einer Ölpresse und Aufbau einer Geflügelzucht.
      Außerdem wurden 2018 in Kooperation mit Highlands Cotton Trading die zum Teil „eingeschlafenen“ Frauenclubs wiederbelebt. Drei Frauenclubs wurden gefördert, dazu zählte bspw. eine Starthilfe für einkommensschaffende Aktivitäten wie eine Ziegen- und Schweinezucht.
  • UGANDA
    • Frauenprojekte Mais-Mühle & Brunnenbau: Mit der Baumwollgesellschaft WUCC unterstützte CmiA 2017/2018 lokale Frauengruppen in Westuganda. Bereits 2014 hat die Thuhambenko Women Group in Rwengaju mit 90 Bäuerinnen ein Mais-Projekt initiiert. Hierzu haben die Frauen ihre finanziellen Mittel aus der Baumwollernte gebündelt und 2.500 m² Land gekauft, einen vorübergehenden Holzschuppen errichtet und eine von der Regierung bereitgestellte Mais-Mühle installiert, welche im September 2016 in Betrieb genommen wurde. Um den langfristigen Erfolg des Projektes zu sichern wurde in Zusammenarbeit mit WUCC ein stabiles und wetterfestes Gebäude für die verbesserte Lagerung der Geräte und Erzeugnisse errichtet. Zudem wurde ein Brunnen gebohrt, um den Frauen, die für das Wasserholen verantwortlich sind, den Alltag zu erleichtern.
  • CÔTE D’IVOIRE
    • Schulung für Frauen: Viele Frauen sind während der Trockenzeit gezwungen, ihre Gemüse-Gärten aufzugeben, da sie enorme Schwierigkeiten haben, die Felder zu bewässern. Das mindert die Ernteerträge, was Einnahmeeinbußen zur Folge hat. In Zusammenarbeit mit COIC werden deshalb seit Juli 2020 zwei Bewässerungsbrunnen für die landwirtschaftlichen Gärten gebaut, von denen 120 Frauen profitieren werden. Außerdem wird eine Schulung zum Thema Unternehmertum für die lokale Frauengruppe mit insgesamt 60 Frauen angeboten. In dieser Schulung sollen die Frauen Kenntnisse zu Einkommen schaffenden Maßnahmen und vereinfachter Buchhaltung erlangen, um die Autonomität von Frauen zu stärken.
  • SAMBIA
    • Förderung von Frauenclubs: Gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft Grafax setzt sich CmiA seit Dezember 2020 für vier Frauenclubs (Nguzu, Twikatane, Munyati und Chiteu Club) ein. Der Nguzu und der Twikatane Frauenclub, mit insgesamt 53 Mitgliedern, werden durch eine Ziegenzucht unterstützt. Die Nachfrage nach Ziegen ist in der Gegend sehr hoch. Beide Clubs besitzen bereits Land in den Dörfern, welches sich sehr gut zum Weiden und für die Ziegenhaltung eignet.
      Für den Munyati-Club wird ein Mutterschutzhaus an die Munyati-Klinik angebaut. Die Klinik hat bisher nur einen Raum, der nicht für Geburten geeignet ist und in dem jeweils nur eine Person untergebracht werden kann. Da es sich um eine kleine Klinik ohne eine Geburtenstation handelt, sind die meisten Frauen gezwungen, entweder in ein weit entferntes Bezirkskrankenhaus zu fahren oder zu Hause zu gebären.
      Der Chiteu Club möchte seine Agrardienstleistungen für die Gemeinde erweitern. Die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen arbeiten normalerweise mit Handhacken, was nicht nur mühsam ist, sondern auch viel Zeit für die Vorbereitung der Felder benötigt. Infolgedessen pflanzen sie die Nutzpflanzen oft erst spät, was zu geringen Ernteerträgen führt. Aus diesem Grund werden sie seit Dezember 2020 durch die Anschaffung von zwei Ochsen und landwirtschaftlichen Geräten unterstützt.
    • Förderung von Frauenclubs und weitere Maßnahmen: Gemeinsam mit der Baumwollgesellschaft Highlands Cotton Trading setzt sich CmiA seit August 2020 für fünf bestehende Frauenclubs im Osten von Sambia ein. Zwei Frauenclubs werden bei der Geflügelzucht, zwei bei der Schweinezucht und ein Frauenclub bei der Ziegenzucht unterstützt. Ihnen werden Materialien zum Stallbau, Küken, Schweine beziehungsweise Ziegen, sowie Startkapital für Futter und Medikamente finanziert. Alle Frauen erhalten ein Training zur Tierhaltung von einem Tierarzt. Ziel des Projektes ist es, die von den Bäuerinnen initiierten, entwickelten und geleiteten Einkommensinitiativen zu unterstützen.
      Ebenfalls im Osten Sambias wird die Gemeinschaftsschule von Makhota ausgebaut und mit Sanitäranlagen sowie einer Wasserpumpe ausgestattet. Außerdem werden drei Wasserpumpen in den Dörfern Khoza, Chilenga und Lezawawa installiert, um den insgesamt 2.400 Einwohner einen ganzjährlichen Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

Umwelt & Naturschutz

Unser Bild des afrikanischen Kontinents ist geprägt von seinen einzigartigen Landschaften und der exotischen Tierwelt. Die artenreiche Flora und Fauna zählt zu den besonderen Reichtümern des Kontinents und ist doch stark gefährdet. Besonders dort, wo Landwirtschaft und schützenswerte Umwelt aufeinandertreffen, sind Projekte gefragt, die den verschiedenen Anspruchsgruppen gerecht werden und dazu beitragen, die afrikanischen Naturschätze auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Dieser Aufgabe widmet sich das CmiA Community Kooperationsprogramm mit der Durchführung von Umweltprojekten in den Anbauregionen der CmiA-Baumwolle.

  • ÄTHIOPIEN
    • Solarstrom: In der Region North Gondar sind 75% der Farmer Trainingszentren (FTCs) nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Um auch in den Abendstunden Trainingseinheiten abhalten zu können, wurde mit Hilfe von Solarstrom die Lichtversorgung und Computernutzung in zehn FTCs ermöglicht. Eine Stromversorgung für 10 landwirtschaftliche Trainingszentren verbessert die Trainingsmöglichkeiten, insbesondere während der Anbausaison. Denn traditionell steht tagsüber die Feldarbeit an, während abends Trainings stattfinden. Das Projekt führte CmiA 2016/2018 mit der lokalen Kooperative ECPGEA durch.
  • MOSAMBIK
    • Rücknahmesystem für Pestizid-Container: Die fachgerechte Entsorgung von Pestizid-Behältern ist insbesondere in ländlichen Regionen schwierig. Zwar werden die Bauern über die Gefahren für die eigene Gesundheit und die Umwelt aufgeklärt, allerdings ist eine umweltgerechte Entsorgung der leeren Behälter in der Regel nicht gegeben. In Kooperation mit der Baumwollgesellschaft SAN JFS werden seit April 2019 185 „Eco-Points“ (Sammelstellen) errichtet, an denen Bauern leere Container abgeben können. 220 von den Communities ausgewählte Frauen erhalten eine spezielle Ausbildung, um die Stationen betreuen zu können. Für die zurückgegebenen Container erhalten sowohl die Bauern als auch die Frauen eine Prämie von der Baumwollgesellschaft. SAN JFS sammelt die Container in regelmäßigen Abschnitten an den Sammelstellen ein und verkauft sie an Recycling-Unternehmen in der Umgebung. Der Erlös wird wiederum in die Fortführung des Projekts investiert. Von den Maßnahmen profitieren bis zu 20.000 Bauern aus den umliegenden Communities.
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