„Cotton made in Africa Fashion Contest 2012″ vereint Nachhaltigkeit und Mode

21.03.2012

„Grün ist das neue Schwarz“, verkündete bereits Suzy Menkes, einflussreiche Modekritikerin der International Herald Tribune. Und damit meint die Journalistin, die im Jahr über 600 Modenschauen besucht, nicht nur die Farbe. Nachdem Eco-Fashion lange Zeit ein Nischendasein fristete, interessieren sich immer mehr große, bedeutende Textilhändler, Modehäuser und Labels für nachhaltige Mode. Dass sich das grüne Bewusstsein immer stärker zu einer gesellschaftlichen Strömung entwickelt, zeigt auch der Einzug der Eco-Fashion in die deutschen Hochschulen. An der Berliner Esmod, der Internationalen Kunsthochschule für Mode, wird aktuell beispielsweise der erste Jahrgang des Masterstudiengangs in „Sustainability in Fashion“ ausgebildet.

Grund genug für die Aid by Trade Foundation, selbst an junge Nachwuchstalente heranzutreten und einen internationalen Design-Wettbewerb ins Leben zu rufen. In der Zeit von Februar bis Juli 2012 initiiert die Stiftung in Kooperation mit Unternehmen der Textil- und Werbebranche und den renommierten Modehochschulen ESMOD (Deutschland), LISOF (Südafrika), Johari (Kenia), Buru Buru Institute (Kenia) und CPUT (Südafrika) den „Cotton made in Africa Fashion Contest 2012″. Gesucht wird ein innovatives Kunstwerk aus Rohbaumwolle, das Fashion und Nachhaltigkeit vereint und den Rohstoff der Initiative auf kreative und modische Weise darstellt. Ziel des Wettbewerbs ist es, aus nachhaltiger Rohbaumwolle der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) ein innovatives Kunstwerk zu kreieren, das Mode und Nachhaltigkeit verbindet und die Ressource Baumwolle auf kreative und modische Weise als Symbol für CmiA inszeniert. Unter dem Motto „Design statt Jute“ gilt es, das neue Bewusstsein der Modebranche, sich sowohl umweltbewusst als auch sozial nachhaltig zu engagieren, zu unterstützen.

Eine achtköpfige Jury, bestehend aus namhaften Vertretern der Journalismus-, Modedesign- und Textilbranche, wie die Designerin Julia Starp oder Jacqueline Shaw (Bloggerin und Gründerin africafashionguide), bewertet die eingereichten Kreationen. Auswahlkriterien sind beispielsweise die innovative und kreative Verarbeitung der Rohbaumwolle und  die Verwendung von originellen Details oder ausgefallene Schnitte. Als Gewinn winken dem Erstplatzierten die Realisierung seines Entwurfs aus CmiA-Rohbaumwolle sowie die Entwicklung eines T-Shirts für eine Kollektion von ECOREPUBLIC, der nachhaltigen Produktlinie von OTTO. Außerdem wird das Kunstwerk exklusiv bei der Ausstellung „Albert Watson — Memories and Visions feat. Faces of Africa“ vom 14.09.2012 bis 06.01.2013 in den Deichtorhallen Hamburg präsentiert.