Hinter den Kulissen mit … Papa Shabani

07.09.2017

Im April 2017 belgeitete Papa Shabani, ein junger Fotograf, Kommunikationsdesigner und Künstler aus Uganda,  Cotton Made in Africa (CmiA) in die Baumwoll-Anbaugebiete in Kasese in Uganda, um dort die Arbeit der Initiative zu fotografieren. Dieses Projekt ist Teil der CmiA-Kampagne #WearASmile. Die Fotos von Papa Shabani sind lebendig, inspirierend und ehrlich, ein Grenzgang zwischen künstlerischer und dokumentarischer Fotografie. Also die beste Voraussetzung für die farbenfrohe #WearASmile-Kampagne von Cotton made in Africa. Nach dem erfolgreichen Start der Kampagne erzählt Papa Shabani in einem kurzen Interview mit CmiA von dem gemeinsamen Fotoshooting:

CmiA: Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Papa Shabani: Ich bin unter anderem bei meiner Großmutter aufgewachsen. Dort habe ich mir als Kind unzählige Foto-Journale ansehen können. Afrika war damals anders als heute. Die Zeitungen waren sehr anschaulich, vor allem für kleine Jungs in meinem Alter. Die Politik in Afrika war Mitte der 1990er-Jahre von blutigen Ereignissen geprägt: dem Genozid in Ruanda 1994, den Bürgerkriegen, in die Uganda im Kongo und im Sudan verwickelt war. All das prägte mich und meinen Wunsch, Fotojournalist mit Schwerpunkt auf der dokumentarischen Fotografie zu werden.

Wie sehr beeinflusst dich deine Heimat als Fotograf?

Uganda ist heute ein unglaublich kulturelles und lebhaftes Land. Die Bevölkerung von Uganda ist sehr jung, mehr als 73 % sind unter 35 Jahren alt. Und auch in unseren Nachbarländern geht es sehr lebhaft zu: Ruanda, der neue Südsudan, Kongo und Burundi. All das inspiriert mich dazu, lebendige und ausdrucksvolle Fotos zu machen.

Wie war es für dich, die Kampagne „Wear a Smile“ in deiner Heimat Uganda zu shooten?

Für mich war das eine großartige und sehr lehrreiche Erfahrung! Ich habe viel über das Leben der Kleinbauern erfahren, die Baumwolle für den Weltmarkt produzieren. Ich fühle mich geehrt, dass ich ausgewählt wurde, die Gegenwart für eine bessere Zukunft zu dokumentieren, und zugleich freut es mich, dass ich Fotos machen konnte, die das falsche Bild über afrikanische Baumwollbauern korrigieren. Cotton made in Africa hat mich total begeistert und die Bauern, die ich fotografiert habe, haben mich fasziniert.

Wie hast du die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort wahrgenommen?

In der Regel bekomme ich Fotoaufträge in der Hauptstadt. In Kampala gibt es selten jemanden, der nein sagt, wenn ich ihn fotografieren will. Der WearASmile-Sticker, den ich mit mir herumtrug, sorgte bei dieser Kampagne noch für zusätzlichen Spaß. Es war ein wunderbares Fotoshooting!

Was wolltest du mit den Bildern ausdrücken?

Die Botschaft ist einfach und klar: Das Bild von den afrikanischen Kleinbauern, die Baumwolle anbauen, entspricht meist nicht der Realität. Die Verbraucher sollten unbedingt darauf achten, welche Baumwollprodukte sie kaufen. Sie sollten sich lieber für CmiA-Baumwolle entscheiden, denn dies bedeutet für die Baumwollbauern bessere Arbeitsbedingungen und Lebensbedingungen. Und auch für die Umwelt ist es besser!

Was hat dir die Kampagne persönlich bedeutet?

Ich bin begeistert von der Kampagne Wear a Smile. Sie vermittelt den Verbrauchern einen wirklich tiefen Einblick in das Leben afrikanischer Kleinbauern und die Arbeit von CmiA. Die Verbraucher kommen mit den Menschen in Berührung, die die Baumwolle, die sie tragen, anbauen. Das ist sehr wichtig. Die Kampagne zeigt uns, wie CmiA-Bauern leben und lädt uns in ihre Welt ein.

Welchen Eindruck hast du von der Kooperation zwischen CmiA, den Baumwollbauern und Fabrikarbeitern in Uganda mitgenommen?

Mir ist sofort aufgefallen, dass arbeiten zusammenarbeiten. Jeder ist ein Teil von Cotton made in Africa, und die verschiedenen Gruppen – die Bauern, die Baumwollgesellschaften und CmiA – sind alle auf Augenhöhe und ziehen an einem Strang. Das ist ganz entscheidend, um die Vision von CmiA Wirklichkeit werden zu lassen. Man kann wirklich sehen, welchen Vorteil die Bauern und ihre Familien von dieser Initiative haben.

Vielen Dank für das Interview, Papa!

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