Cotton made in Africa wächst kräftig weiter

12.04.2018

Cotton made in Africa (CmiA) wurde 2005 als Social Business von Dr. Michael Otto gegründet, um die Umwelt zu schützen und Kleinbauern sowie ihre Familien in Subsahara Afrika zu unterstützen. Im Jahr 2017 erreichte CmiA ein Rekordwert von rund 90 Millionen mit dem CmiA Label ausgezeichnete Textilien. Von jedem einzelnen Textil profitieren erstmals mehr als eine Million Baumwollbauern in Afrika, mit denen die Nachhaltigkeitsinitiative zusammenarbeitet. 


Cotton made in Africa arbeitet erstmals mit mehr als einer Million Baumwollbauern, davon 17 Prozent Frauen, zusammen. Dr. Michael Otto, Gründer von CmiA, freut sich über diese positive Entwicklung: „Afrika liegt mir am Herzen – als Mensch und Unternehmer fühle ich mich unserem Nachbarkontinent sehr verbunden. Als ich 2005 die Initiative Cotton made in Africa gegründet habe, geschah dies mit dem Bewusstsein, dass unsere Zukunft auch von der Bewältigung der großen Herausforderungen in Afrika abhängt. CmiA bietet hierfür Lösungen an und gibt uns die Chance, das Leben von Millionen Menschen in Subsahara Afrika positiv zu beeinflussen.“
Ein Kleinbauer bei Cotton made in Africa verfügt im Durchschnitt über eine Anbaufläche von knapp 1,5 Hektar Land. Außerdem sind über 11.000 Fabrikarbeiter in der baumwollverarbeitenden Industrie Afrikas Teil der Initiative. Rund 496.000 Tonnen entkörnter Baumwolle auf einer Anbaufläche von 1.620.000 Hektar in Äthiopien, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Ghana, Kamerun, Mosambik, Sambia, sowie Tansania und Uganda wurden 2017 nach den Kriterien von Cotton made in Africa produziert. Dies macht einen Anteil von rund 40% der kleinbäuerlichen Baumwollproduktion in Subsahara Afrika aus. Der CmiA Standard für nachhaltige Baumwolle steht für den Schutz der Umwelt, sowie Schulungen im nachhaltigen und modernen Baumwollanbau. Die Trainings versetzen die Kleinbauern in die Lage ihre Arbeits- und Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. Darüber hinaus zertifiziert CmiA die Entkörnungsanlagen und damit den ersten Schritt der Weiterverarbeitung der Baumwolle in Afrika.
Im Jahr 2017 stieg die Zahl der Textilien, die das CmiA Label trugen, um 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte einen Rekordwert von rund 90 Millionen Artikeln. „Mit knapp 90 Millionen CmiA gelabelten Textilien haben wir einen neuen Rekord erreicht. Nachhaltigkeit ist damit kein Nischenprodukt mehr“, betont Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation. „Jedes Textil, das das CmiA Zeichen trägt, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn jedes CmiA gelabelte Produkt schont die Umwelt und unterstützt Millionen Menschen in Afrika dabei sich eine Perspektive in ihrer Heimat aufzubauen“, so Stridde weiter. Für jedes Textil mit dem CmiA Label bezahlen Partnerunternehmen Lizenzgebühren, die zurück in die Projektgebiete fließen. Statt Spenden setzt CmiA damit auf einen marktwirtschaftlichen Ansatz. Aktuell ordern 36 Unternehmen und Brands CmiA Baumwolle – darunter die Otto Group mit Bonprix und OTTO, die Rewe Group, Tchibo, Aldi Süd, Jack & Jones oder Asos. Auch kleinere Fair Fashion Brands wie Hiitu aus Deutschland oder Cooee aus England nutzen CmiA zertifizierte Baumwolle, um ein Zeichen für Mensch und Natur zu setzen. Durch die steigende Nachfrage der Textilindustrie nach CmiA-Baumwolle wird CmiA weitestgehend von den Unternehmen, die CmiA-Baumwolle verarbeiten und einsetzen, getragen und die Stiftungsdevise – Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel – in die Tat umgesetzt.