Kleinbäuerinnen in Afrika sind wahre Multitalente

15.03.2018

Kleinbäuerinnen in Afrika nehmen eine Schlüsselrolle bei der Cotton made in Africa (CmiA) Initiative ein. Als starke Frauen tragen sie maßgeblich dazu bei, Perspektiven für sich und ihre Familien in ländlichen Regionen Afrikas zu schaffen und müssen wahre Multitalente sein – als Mütter, Kleinbäuerinnen und Kleinunternehmerinnen. Hier setzt Cotton made in Africa an, um Frauen in den CmiA-Baumwollanbaugebieten schwerpunktmäßig durch Schulungen und finanzielle Förderungen einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu verschaffen.

Die Welt braucht starke Frauen. Starke Frauen, deren Selbstbewusstsein durch eine besondere Förderung stetig wächst, sind ein wesentlicher Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Afrika, wo Cotton made in Africa aktiv ist und mit zahlreichen Kleinbäuerinnen zusammenarbeitet. Kleinbäuerinnen kümmern sich um die Kindererziehung und das Wohlergehen der gesamten Familie, und außerdem liegt das Pflanzen und Ernten der Baumwolle in ihren Händen. Viele Aufgaben, die viel Kraft erfordern, der Initiative Cotton made in Africa aber auch viele Ansatzpunkte für Unterstützung bieten.

Zum Beispiel durch landwirtschaftliche Schulungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Kleinbäuerinnen zugeschnitten sind. Eine dieser Bäuerinnen ist Juliyana Kabugho aus Kasese in Westuganda. Durch ihre Teilnahme an Cotton made in Africa und die landwirtschaftlichen Schulungen hat sie einiges an ihren Anbaumethoden verändert. Dadurch kultiviert sie ihre Baumwollfelder heute unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten nachhaltiger. „Durch meine Kooperation mit CmiA habe ich viel über bessere Anbaumethoden gelernt”, freut sich Juliyana Kabugho. „Nachdem ich am Training teilgenommen habe, hat sich meine Baumwollernte von 200 auf 500 Kilogramm pro Hektar erhöht. Ich bin froh, dass ich durch den Verkauf meiner Baumwolle in der vergangenen Saison so viel verdient habe, dass ich das Geld nutzen konnte, um anzufangen, ein Haus zu bauen”, so Kabugho weiter.

„Durch die Förderung der Frauen in den CmiA-Anbaugebieten können wir maßgeblich dazu beitragen, die Lebensbedingungen der CmiA-Kleinbäuerinnen, ihrer Familien und ganzer Gemeinden zu verbessern“, so Tina Stridde, Managing Director der Aid by Trade Foundation. „Denn durch unsere Unterstützung gewinnen die Baumwollbäuerinnen ein Stück Unabhängigkeit, die sich unmittelbar auf die Familien auswirkt“, erläutert Stridde. Insgesamt erreicht CmiA

In den Trainings hat Juliyana alles über die Prinzipien einer guten landwirtschaftlichen Praxis lernen können – darunter beispielsweise, wie Düngemittel effizient eingesetzt werden und Bio-Dünger erzeugt werden kann. Da der CmiA Standard künstliche Bewässerung ausschließt, passt Juliyana den Baumwollanbau an die Regenzeiten an. Die Methoden dieses sogenannten Regenfeldanbaus hat sie ebenfalls in den Farmer Trainings erlernt. So können pro Kilogramm CmiA-Baumwolle im globalen Vergleich über 2.000 Liter Wasser gespart werden.

Der Weltfrauentag am 08. März wurde vor rund 100 Jahren offiziell eingeführt und wird heute auf der ganzen Welt gefeiert. Es ist einer von zahlreichen Anlässen, die den Kampf für Gleichberechtigung in den Fokus rücken.