Wasser und Hygiene – essentielle Menschenrechte!

22.03.2015

Weltweit haben 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen verfügen über keine angemessene Sanitärver-sorgung. 4 Milliarden Menschen – darunter insbesondere Kinder unter 5 Jahren – leiden unter den daraus resultierenden, oft töd-lichen Krankheiten. Dagegen setzen sich ab sofort OTTO Öster-reich, die Aid by Trade Foundation (AbTF), die Welthungerhilfe und die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit ein. Gemeinsam investieren sie 320.000 Euro, um für saubere Wasser- und Sanitärversor-gungen in den ländlichen Regionen Simbabwes zu sorgen.

Laut Vereinte Nationen sind die meisten Krankheiten in Entwicklungsländern auf eine unzureichende Sanitärversorgung sowie den mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser zurückzuführen. Hier setzt das Projekt an: „Um Armut zu bekämpfen und nachhaltig Entwicklungschancen zu schaffen, haben wir das Projekt für sauberes Trinkwasser und eine entsprechende Sanitärversorgung in den Anbaugebieten der CmiA-Baumwolle in Simbab-we initiiert, “ erläutert Alexandra Perschau, Projektverantwortliche der Aid by Trade Foundation. „Mit unserem Engagement für das gemeinsame Pro-jekt möchten wir uns auf unserem Weg zu 100% nachhaltige Baumwolle bis 2020 für verbesserte Lebensbedingungen und wirtschaftlichen Chancen jener Baumwollbauern einsetzen, die den für uns so wichtigen Rohstoff auf nachhaltige Art und Weise produzieren,“ ergänzt Mag. Georg Glinz, Unter-nehmenssprecher von OTTO Österreich.

In insgesamt 20 Dörfern in der Baumwollanbauregion Gokwe-Süd werden Brunnen errichtet und Sanitäreinrichtungen gebaut bzw. wieder in Stand gesetzt. Um einen möglichst nachhaltigen und langfristigen Effekt des Pro-jekts zu gewährleisten, wird das Bewusstsein für gesundheitsfördernde Maßnahmen durch Schulungen und Kampagnen gestärkt. Eigens installier-te Komitees werden sich um den nachhaltigen Gebrauch der angelegten Wasserstellen kümmern und fungieren als Schnittstelle zur Bevölkerung. Die Schulungen und Kampagnen des Projekts richten sich an rund 5.000 Schülerinnen und Schüler, die zu „Hygienebotschaftern“ ausgebildet werden und ihr Wissen als Multiplikatoren in ihre Familien weitergeben werden.

„Gerade die Mobilisierung der Jugendlichen stellt für uns eine wichtige Komponente des Vorhabens dar. Damit stellen wir sicher, dass die Bevölke-rung auch nach Beendigung des Projekts selbständig die zur Verfügung gestellte Infrastruktur zur Förderung der eigenen Hygiene und Gesundheit nutzt“, betont Michael Hofmann, Vorstand Marketing der Welthungerhilfe.

In der Region Gokwe-Süd ist die Bevölkerung überdurchschnittlich stark von einer unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung betroffen: nur 61 Prozent haben Zugang zu sauberem Wasser, ausreichende Sanitäranlagen stehen nur 18 Prozent zur Verfügung. In Simbabwe sind jährlich mehr als 4.000 Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren auf Cholera und Diarrhoe zurückzuführen.

Foto: Laschet / Welthungerhilfe