Auf ein Lächeln mit … Miriam Muhindo

16.09.2019

Wenn wir an Klimaschutz denken, fallen uns meistens zuerst Dinge ein wie: Wir sollten weniger fliegen und so CO2 vermeiden. Oder: wenn wir weniger Fleisch essen, wird auch weniger Land für Futtermittel benötigt. Wie die Menschen die Landfläche nutzen, hat tatsächlich eine enorme Auswirkung auf das Klima. Deshalb widmet sich der neueste IPCC Report (Intergovernmental Panel on Climate Change, auch: Weltklimarat) in einem Sonderbericht diesem Thema. Dort heißt es, dass die Menschen bereits etwa 70 Prozent der weltweiten Fläche nutzen (die vereisten Gebiete ausgenommen). Sie bauen dort Nahrung, Futtermittel oder Textilfasern an, bewirtschaften Wälder oder erzeugen Energie. Führen wir uns vor Augen, wie das überwiegend geschieht, entsteht ein beängstigendes Bild: Wertvolle Wälder werden abgeholzt, damit dort beispielsweise Kühe weiden oder Ölpalmen wachsen können. Keine schöne Vorstellung! Deshalb: Wenn wir kostbare Flächen nutzen, dann möglichst nachhaltig und klimafreundlich.

Was wir als Verbraucherinnen und Verbraucher damit zu tun haben? Eine Menge: wir können uns zum Beispiel umweltbewusster ernähren und auch kleiden. Muss es wirklich schon wieder ein neues T-Shirt sein? Und wenn ja, woher kommt es überhaupt? Wie wird die Baumwolle angebaut, die in diesem T-Shirt steckt? Die ganz großen Mengen der Baumwollernte stammen zumeist aus Monokulturen in Brasilien oder den USA – geerntet wird mit riesigen Maschinen und unter Einsatz von giftigen Entlaubungsmitteln.

Es geht zum Glück auch anders: Etwa eine Million Kleinbauern aus zehn Ländern Afrikas werden aktuell von Cotton made in Africa in nachhaltigen und effizienten Anbaumethoden geschult. Der Baumwollanbau sichert vielen afrikanischen Kleinbauern und ihren Familien den Lebensunterhalt. Vor Ort arbeitet CmiA mit zertifizierten Baumwollgesellschaften zusammen. Von den geschulten Mitarbeitern der Baumwollgesellschaften lernen die Kleinbauern, wie sie Baumwolle möglichst schonend für die Umwelt anbauen können und welche Methoden ihnen helfen effizient mit ihren Ressourcen umzugehen. „Vor CmiA habe ich die Baumwolle willkürlich angepflanzt, aber jetzt habe ich Kenntnisse über gute landwirtschaftliche Praktiken“, sagt Miriam Muhindo, Baumwollbäuerin aus Uganda. In den landwirtschaftlichen Schulungen hat Miriam wertvolles Know-how über den Baumwollanbau gelernt. Sie hat so nicht nur ihre Ernte, sondern auch ihr Einkommen steigern können. „Ich denke jetzt darüber nach, wie ich den Boden rechtzeitig für den Anbau der Baumwolle vorbereite, sähe die Baumwollsamen frühzeitig aus, sorge dafür, dass ausreichend viele Pflanzen genügend Platz zum Wachsen haben und sorge regelmäßig dafür, das Unkraut zu jäten bevor es überhandnimmt“, erzählt sie.

Schonende Schädlingsbekämpfung, natürlicher Regenfall statt Bewässerung, und der Anbau in Fruchtwechsel zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit – so sieht eine sinnvolle und nachhaltige Flächennutzung aus. Und so könnte es gehen, wenn wir Umwelt und Klima schonen wollen und auch hin und wieder ein neues T-Shirt im Schrank haben möchten.