Wir stellen vor: Abana

17.08.2017

Wir stellen vor: Abaana – ein nachhaltiges Label für Kinderkleidung aus Uganda

Wer steckt hinter dem Label Abaana?

Unser Label Abaana führen wir zu dritt. Wir kommen alle aus unterschiedlichen Ecken der Welt, was wirklich toll ist, denn wenn es um Ideenaustausch und Kreativität geht, ist Vielfalt sehr wichtig.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Wir haben uns in einer Krabbelgruppe in Kampala, der Hauptstadt Ugandas kennengelernt. Irgendwie witzig, dass wir uns durch unsere Kids kennengelernt haben.

Warum wolltet ihr euer eigenes Label gründen?

Wir haben alle unsere Vollzeitjobs aufgegeben, um uns auf unsere Familien konzentrieren zu können.

Damals haben wir zum ersten Mal über Gründung nachgedacht. Wir haben uns immer wieder gefragt, wie wir wieder anfangen können zu arbeiten, ohne dadurch unser Familienleben und das Aufwachsen unserer Kinder zu verpassen. So kamen wir auf die Idee, unser eigenes Unternehmen zu gründen, das uns eben diese Flexibilität gibt und uns erlaubt, Familie und Arbeit zu kombinieren.

Außerdem haben wir irgendwann festgestellt, dass wir selbst Kinderkleidung hauptsächlich im Ausland kauften. Wir haben uns dazu entschieden, in den Markt für schöne, bequeme und bezahlbare Kinderkleidung aus Baumwolle einzusteigen, denn die Nachfrage war da, das Angebot aber sehr begrenzt. Zu dieser Zeit hat auch die Baumwollindustrie in Uganda einen Aufschwung erlebt – vom Feld bis hin zum fertigen Produkt. Diese beiden Umstände führten dann zu der Idee, ein Kinderlabel direkt hier in Uganda zu gründen. 

Als die Idee geboren war, ein eigenes Unternehmen für Kinderkleidung und -accessoires zu starten, haben wir uns dazu entschieden, natürliche, ethische Produkte zu designen, die einfach Spaß machen.

Die Entdeckung der Initiative Cotton made in Afrika, die in Uganda schon aktiv war, war dann das letzte fehlende Puzzlestück bei unserer Bestrebung, eine nachhaltige Lieferkette innerhalb des Landes sicherzustellen.

Wie seid ihr auf den Namen Abaana gekommen?

Wir sind stolz darauf, das „Made in Uganda“-Label zu führen. Unser Ziel ist es, für Baumwolle aus Uganda zu werben und lokale Arbeiter zu unterstützen. Deshalb haben wir unsere ugandischen Freunde gebeten, mit uns zu brainstormen, welcher Name unsere Marke am besten auf Luganda repräsentieren könnte, einer der Sprachen hier. Wörter wie Spaß, Fröhlichkeit… Kinder! Und das war dann am Ende unser idealer Markenname: „Kinder – Abaana“.

Was möchtet ihr mit eurer Marke ausdrücken?

Wir wollen verschiedene Dinge ausdrücken. Im Wesentlichen wollen wir zeigen, dass wir uns für die Kleidung interessieren, die wir machen, denn wir interessieren uns für die Nutzer. Deshalb designen wir jedes Teil, als wäre es für unsere eigenen Kinder. Gleichzeitig ist es uns sehr wichtig, wie die Kleidung hergestellt wird und welchen sozialen und ökologischen Fußabdruck wir als Unternehmen hinterlassen.

Wir selbst würden uns als authentisch beschreiben und wir glauben, das drückt auch unsere Marke aus, da wir uns um jedes Detail entlang der Lieferkette kümmern: von den Farmern, die die Baumwolle hier in Uganda anbauen bis hin zur Verpackung unserer Produkte. Zu dieser Kette zählen natürlich auch unsere Kunden, die unsere Produkte kaufen und dabei ein tolles heimisches Produkt unterstützen, das sowohl fair zu seinen Herstellern, als auch gut für die Umwelt ist.

Alle unsere Designs sind von uns selbst handgezeichnet und jede Zeichnung wird durch ihre ganz eigene Geschichte zum Leben erweckt. Unsere Inspiration kommt von der lebendigen und farbenfrohen Umgebung hier, die es so einfach macht, kreativ zu werden, in diesem wunderschönen Land mit seiner Natur und seinen Menschen.

Warum sind nachhaltige Rohstoffe wichtig für euch?

Wir verstehen Nachhaltigkeit als Langlebigkeit – nicht nur in Bezug auf natürliche Ressourcen, sondern auch in Hinblick auf Arbeit und Einkommen. 

Die Nachhaltigkeit natürlicher Ressourcen ist einer von Abaana’s zentralen Werten. Unser Ziel ist eine geringstmögliche Umweltbelastung. Deshalb unterstützen wir umweltfreundlichen Baumwollanbau, indem wir CmiA Baumwolle verwenden. Außerdem designen wir widerstandsfähige Kleidung, die länger hält und legen Wert auf wiederverwendbare Verpackung. 

Als Social Business streben wir danach, allen Beteiligten ein nachhaltiges Einkommen zu verschaffen. Denn wenn jeder profitiert, unterstützen wir langfristiges wirtschaftliches Wachstum. Für uns als Startup ist das besonders wichtig, weil es eines unsere Ziele ist, faire und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.

Wieso habt ihr euch dazu entschieden, mit Cotton made in Africa zu arbeiten?

Ausschlaggebend für uns war, dass unsere Zusammenarbeit mit CmiA dazu führt, dass Baumwoll-Kleinbauern direkt und langfristig profitieren und darin unterstützt werden, nachhaltig zu wirtschaften und zu wachsen. 

Außerdem wird die Baumwolle unter nachhaltigen Anbaumethoden produziert und die Farmer werden fair und pünktlich bezahlt. Auch die Fabrikarbeiter erhalten faire Löhne, die pünktlich gezahlt werden und den national festgelegten Mindestlohn übersteigen oder mindestens erfüllen. Diese zentralen Kriterien von CmiA decken sich mit unseren eigenen Prinzipien, deshalb können wir uns keinen besseren Partner als Cotton made in Afrika vorstellen. 

Haben wir noch was vergessen?

Wir freuen uns gerade total auf unsere neue Designlinie, die Abaana Zero Kollektion. Sie ist entstanden, weil uns gestört hat, wie viel Stoff tag täglich weltweit verschwendet und weggeschmissen wird. Wir haben nach Wegen gesucht, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und unser Ziel ist eine Kollektion, die keinen Müll verursacht.

Das Upcycling des Stoffverschnitts unserer alten Designs wird dabei zentral sein. Diesen Verschnitt wollen wir in neue, toll designte Kleidungsstücke verwandeln. Im Zentrum der Abaana Zero Kollektion stehen dabei stehen die lokalen Kunsthandwerker, die wir durch unsere Arbeit unterstützen. Sie bekommen faire Preise, verdienen einen vernünftigen Lebensunterhalt für sich und ihre Familien und erhalten Trainings in Qualitätssicherung bei der Textilproduktion.

Danke für das Interview!