Mehr Transparenz Dank Tracking System

01.07.2021

Globale Handelsunternehmen wollen mehr Transparenz in ihren Wertschöpfungskette herstellen und dafür auch selbst mehr Verantwortung übernehmen. Als Antwort auf diesen Anforderungen hat Cotton made in Africa das Tracking System SCOT entwickelt. Wie es funktioniert und wer es nutzen kann, erklärt Gerlind Bäz, Projektmanagerin Supply Chain Management bei CmiA, im Interview.

Frau Bäz, was genau ist SCOT?

CmiA hat schon in den Jahren seiner Entstehung an verschiedenen Systemen gearbeitet, die eine gewisse Transparenz und Datensicherheit gewährleisten sollten. Dies war nicht immer ganz einfach, denn auf der einen Seite haben die meisten Kunden mit dem
Massenbilanz-System (MB) gearbeitet, auf der anderen Seite hatten wir den Anspruch, auch dabei ein vernünftiges Niveau an Transparenz sicherzustellen. Im Laufe der Jahre hat sich immer mehr durchgesetzt, dass Handelsunternehmen den Einsatz nachhaltiger Baumwolle kommunizieren wollen. Um dies auch mit bei Nutzung des Massenbilanz-Systems leisten zu können, haben wir SCOT entwickelt.

Was bildet SCOT ab?

Alle Partner der textilen Kette sind dem System angeschlossen. Der Workflow basiert auf den CmiA Orderdaten und -Aufträgen, welche unsere Lizenzpartner, also die Handelsunternehmen, in SCOT zur Verfügung stellen. Von diesen Aufträgen ausgehend muss jeder Hersteller von Produkten, Stoffen oder Garnen seine Ver- und Einkäufe im System erfassen. Auf jedem Produktionslevel wird der Baumwollanteil erfasst, so dass sich am Ende für jeden einzelnen Auftrag die genaue CmiA-Baumwollmenge ergibt.

Gerlind Bäz
Projektmanagerin Supply Chain Management
bei Cotton made in Africa

Welche Ziele verfolgt SCOT?

Im Moment ist SCOT ausschließlich für das Massenbilanz-System nutzbar. Bei CmiA gibt es aber noch weitere Produkte für die Umsetzung. So kann unsere Baumwolle beispielsweise im Hard Identity Preserved-System (HIP) oder als organische Baumwoll-Variante eingesetzt werden. Dafür möchten wir SCOT fit machen. Um dies zu erreichen, müssen wir noch mehr Daten über die einzelnen Produktionsschritte eines CmiA-Artikels erheben. Für weiterführende Informationen zur Umsetzung in der CmiA-Lieferkette brauchen wir dann eine detaillierte Beweisführung, die wir über das Hochladen von Dokumenten absichern werden. Das ermöglicht uns, unseren Kunden auch für diese „Content Claims“ eine abgesicherte Umsetzung von CmiA und Datenverlässlichkeit anzubieten.

Welche Vorteile hat SCOT?

SCOT ist ein nutzerfreundliches System, welches Akteure auf der ganzen Welt nutzen können. Wir stellen die Plattform zur Verfügung. Die Nutzung ergibt sich dann in der genannten Dynamik und Systematik – indem jeder Teil der Wertschöpfungskette das System
mit seinen Produktinformationen füttert. Damit bieten wir den Kunden von CmiA eine bisher nicht gekannte Kontrolle über ihre Produkte in allen globalen Wertschöpfungsketten.

Wer kann SCOT nutzen?

Wir verfolgen ein einfaches Prinzip: Jeder kann die Informationen nutzen, und jeder muss Daten ins System eingeben. Wir haben SCOT 2020 fertiggestellt und Anfang 2021 erfolgreich gelaunched. Schon in der Entwicklungsphase haben sich die Handelsunternehmen stark engagiert, sodass wir davon ausgehen, das SCOT 2021 intensiv genutzt wird.